Hamam Meskutin
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ist ein sehr besuchter Badeort in der algerischen Provinz Konstantine, durch heilkräftige Schwefel-, Salz- und Eisenquellen ausgezeichnet. Zahlreiche Ruinen bezeugen, daß die Bäder schon zu Zeiten der Römer als "aqua tibilitanae" benutzt werden. Der Ort liegt 16 km südwestlichvon Ghena, an der Bahnstrecke Bon Konstantine, umgeben von 1000-1400 m hohen Bergen. Die heißen Wasserfälle, die hier von den Höhen herabstürzen, sind eine Landschaft Spezialität, die auch für denjenigen, der die Bäder nicht gebrauchen will, einen Ausflug nach Hamam (Bad) Meskutin voll lohnen.
Konstantine eine der größeren Städte von Algerien, liegt östlich von Algier, mit dem es Eisenbahnverbindung hat, auf einem isolierten Kalksteinfelsen in malerischer Position. Der arabische Teil der Stadt verliert infolge der Anlage von neuen Durchbruchstraßen mehr und mehr seinen ursprünglichen orientalischen Charakter. An dies Viertel schließt sich das Stadtquartier der Myabiten und das der Juden, mit sehr schmutzigen engen Gassen. Der nachhaltigste Eindruck, den wir von der Stadt empfangen, ist der der unausgesetzten Verschönerung und Modernisierung. Anmutige Promenaden umgeben sie und führen zu den Quellen von Sidi Mecid, einen viel besuchten Badeort. Konstantine blickt auf eine stolze und erinnerungsreiche Geschichte zurück - als reichste und blühendste Stadt Numidiens spielte es schon im Altertum eine sehr gewichtige Rolle und war in den Kämpfen der römer gegen die Numidier (damals hieß die Stadt "Cirta") sehr oft der Streit- und Stützpunkt der kriegführenden Parteien. Im Kriege des Maxentius gegen den Ursupator Alexander wurde es gänzlich zerstört. Konstantin d. Gr. stellte die Stadt im Jahre 312 wieder her und gab ihr seinen Namen. Noch im 12. Jahrhundert wird die Stadt von arabischen Geographen als eine der glänzendsten und festesten Städte des nördlichen Afrikas bezeichnet. Ein Museum römischer Altertümer birgt die Erinnerung an die Römerzeit. Die bemerkenswertesten Gebäude der Stadt sind: die alte Kasbah auf dem Gipfel des die Stadt überragenden Felsens - die Kathedrale (eine frühere Moschee), der prächtige Palast des Beis, jetzt sitz des Divisionsgenerals und die Überreste des alten römischen Kapitols, das jetzt Kasernen, ein Arsenal und ein Hospital enthält. Quelle: Reise um die Erde, Internationaler Welt Verlag 1905, von rado jadu 2000 |
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