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Ägypten
Von Prof. Dr. Karl Dyroff
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1. Das Ägypten der Pharaonen B. Die Anfänge (die vordynastische Zeit). |
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Noch in einem weiteren wichtigen Punkte hat man einen bemerkenswerten Wechsel in der Bodengestaltung des Landes verzeichnen wollen, da, wo die Landenge von Suës die Brücke nach Asien hinüberbaut. Zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer liegen hier nur 120 km, und die Scheidewand zwischen den beiden Meeren besteht aus jungem Schwemmland, das sich an seiner höchsten Stelle, in el-Gißr, nur 18 km über das Meer erhebt. Aber von Norden her greift der See Mensale tief hinein, und eine Kette von Seen, der Ballah, der Zimsah und die Bitterseen, erstreckt sich über die ganze Linie des Isthmus, so daß nur ein paar schmale Landstreifen die Verbindung mit der Welt von Vorderasien herstellen, von denen der bei el-Kantara ("Brücke"), zwischen dem See Mensale und Ballah, und der bei el-Gißr ("Damm"), zwischen dem Ballah und Zimbah am Ende des Wadi Tumilat (Tumilât), besondere historische Bedeutung haben. Bei el-Kantara führte von jener die Hauptstraße nach Syrien vorbei, und durch das Wadi Tumilat sind nach dem biblischen Erzähler die Israeliten aus Ägypten gezogen. Man hat nun seit dem Erscheinen der "Description de l`Égype", des großen Werkes der Gelehrten Napoleons I., vielfach geglaubt noch in historischen Zeiten habe der Meerbusen von Suës nordwärts bis zum Ende des Tales Tumilat gereicht, wo im Altertum die Stadt Heroonpolis lag, in der Nähe von heutigen Ißmailija. Das hätte natürlich für die Auffassung des Geschichte dieser Grenzgegend hohe Wichtigkeit; aber weder aus ägyptischen noch aus klassischen Quellen sprechen einwandfreie Zeugnisse für eine solche Annahme, und wir dürfen uns diesen Zeit der Ostgrenze auch für die alte Zeit im allgemeinen so vorstellen, wie er vor dem Bau des Kanals gewesen ist. Dagegen erhebt sich an diesem Punkte eine der grundlegenden Fragen der ägyptischen Geschichte. Sind wohl über die Brücke dieser Landenge wie die asiatischen Eroberer späterer Tage so auch die asiatischen Stämme einer entlegenen Vorzeit vorgedrungen, die dann im Niltal seßhaft geworden sind und die hohe Kultur dieses Landes begründet haben? Man sollte es nicht leugnen, daß sich bei der Frage nach dem Ursprung der ägyptischen Kultur der Blick unwillkürlich nach dem Isthmus von Suës wendet. Aber unsere Mittel reichen zur Entscheidung der Frage nicht aus. Wir werden hernach in Punkt und Leben allerlei Berührungen zwischen Ägypten und Babylon zu erwähnen haben, aber das beweist nur, was wir ohnehin wissen, daß kulturelle Errungenschaften damals schon von Volk zu Volk gewandert sind, im günstigsten Falle, daß eine Art von Kulturgemeinschaft zwischen beiden Ländern bestand.Ebenso kann man auch viele "Beweise" für den Zusammenhang Ägyptens mit der afrikanischen Umwelt zusammenstellen; aber daß da enge Beziehungen obwalten müssen, ist ja selbstverständlich, und das Einzelne läßt sich sowohl mit der Annahme einer rein afrikanischen Grundlage der ägyptischen Nationalität erklären als auch mit der anderen, daß die aus Asien gekommene Oberschicht von Eroberern eine Beimischung von den früheren Bewohnern her erfahren haben. Auch die neueste Funde aus der ältesten Zeit, von denen wir gleich reden werden, haben keinerlei Ausschlag gebracht, am wenigsten die Schädeluntersuchungen, die man bei dieser Gelegenheit ausgeführt hat. Unter sicherster Führer ist neben dem körperlichen Typus des Ägypters immer noch der sprachliche Befund. Und da ist zu sagen, daß die alten Ägypter eine Sprache gesprochen haben, die eng mit den "semitischen" Sprachen, also dem Babylonischen, hebräischen, Arabischen, verwandt ist, freilich aber nicht so eng wie sonst die semitischen Sprachen untereinander, sondern etwas so zu ihnen stehend wie eine indogermanische Sprache zur anderen. Nun trifft das aber nicht auf die Ägypter allein zu, sondern auf einen großen Kreis afrikanischer Völker. Die Reihe der Dialekte, die von den "Berbern", den Nachkommen der Libyer, über den ganzen Nordrand von Afrika hin gesprochen werden, gehört eng zum Ägyptischen; auch der Laie in linguistischen Dinge kann das auf der Karte an den zahlreichen echt ägyptischen Bildungen von Ortsnamen mit T-, Ta-, dem femininem Artikel, verfolgen (z.B. lateinisch: Tamugadis, jetzt Timgad, in Algerien; Tamasirt, südlich von Agadir im westlichen Marokko). Das entsprechende Maskulinum lautete einst P-, Pa-, lautet jetzt aber, da die Berbersprachen den Laut p eingebüßt haben, nur noch A- (so Agadir "Burg", zu phönikisch gader, griechisch : Gadira = Gadiz). Weniger eng als zu den Berberspachen ist das Verhältnis des Altägyptischen zu dem Kreis der "hamitischen" Sprachen, den Sprachen vieler vom ersten Katarkt an nach Süden zu wohnenden Völker, so der Bischari (Bischâri), Galla, Somal; aber auch diese Sprachen haben semitischen Grundcharakter. Dagegen weicht der Körpertypus des Ägypters ( siehe Abbildung), noch heute bei der ländlichen Bevölkerung wohl erkenntlich, erheblich von dem des Semiten ab, dessen hervostechendste Eigenheiten schon die alltäglichen Denkmäler mit aller Deutlichkeit wiederzugeben wußten. Aus den sprachlichen Tatsachen folgt für Ägypter und Libyrer so viel, daß ihre Vorfahren einmal in der Nähe der Stammväter der semitischen Völker gesessen haben müssen, wenn seine Aufgabe der ursprünglichen Sprache stattgefunden hat, wofür wir keinerlei Anzeichen kennen. Nun haben freilich die meisten Dinge zwei Seiten, und man kann sich, wie das in der Tat geschehen ist, auch vorstellen, daß die Ursemiten in Afrika gewohnt und dort ihren Rassentypus entwickelt haben, worauf sie sich dann etwas über das Rote Meer hinüber nach Arabien und von da nordwärts oder nordostwärts verbreitet hätten. Wir ziehen es vor, bei der älteren Meinung zu bleiben, hauptsächlich weil wir sonst auf Grund unserer linguistischen Überzeugungen auch die Stammväter der Indogermanen nach Afrika verpflanzen müßten, und dann, weil wir auch die vielfach herrschende und auch an anderem Ort nachdrücklich vertretene Vorstellung , daß Arabien der Ursitz der Semiten gewesen sei, keineswegs zu teilen vermögen. Wir denken uns also, daß die Wellen einer sehr frühen Völkerwanderung , vergleichbar derjenigen, welche die Indogermanen über Europa und Asien verbreitete, erst die Stammväter der Libyer, dann die der Ägypter von den alten Sitzen der Semiten in Asien weg und, vermutlich über den Isthmus von Suës, nach Afrika hinübergeführt haben. Die Entstehung des semitischen Thypus fällt dann einer auf asiatischem Boden spielenden Sonderentwicklung zu , während sich der Ägypter die ihm eigenen körperlichen Charakteristika auf der Grundlage der mitgebrachten Unterlagen wohl erst seit der Festsetzung im Niltal erarbeitet hat. Zu unserer Anschauung über eine solche Völkerwanderung stimmt, daß, soweit wir sehen, das älteste Zentrum der ägyptischen Kultur in Unterägypten lag. Wir wenden uns zunächst zu den bezeugten Anhaltspunkten. Die Quellen der Geschichte des alten Ägypten sind für die Kulturgeschichte unübersehbar an Zahl und für einzelne Partien auch innerlich reich, für den Gang der äußeren, staatlichen Geschichte dagegen spärlich und im äußeren Maße lückenhaft. Die Gestalten, die für uns als die Träger der Entwicklung in erster Linie dastehen, die Könige, geben sich meist nur in offiziellen Schriftstücken kund, hinter deren prunkvollen Worten sich die Umrisse der Persönlichkeit nur nebelhaft zeigen. Selbst die großen Richtlinien des historischen Ganges fehlen uns, da aus alter Zeit eine zusammenhängende Darstellung der ägyptischen Geschichte nicht erhalten ist und wir also beim zeitlichen Ansatz der durch die Denkmäler bekannt gewordenen Tatsachen vielfach der nötigsten Hilfe entbehren. Die griechische Literatur hatte wenigstens annähernd etwas dergleichen. Unter dem König Ptolemaios II. Philadelphos, um 280 v. Chr., hat ein ägyptischer Priester im hellenistischen Ägypten, Manetho aus Sebennytos (Samanut im Delta) ein griechisches Buch "Ägyptische Geschichten" erscheinen lassen, in dem er die Geschichte seines Vaterlandes für die Griechen erzählte, von den Zeiten an , da die Götter regierten, bis auf 340 v. Chr. (Eroberung Ägyptens durch Artachstasa (Artaxerxes III.); er unterschied 30 "Dynastien" von menschlichen Königen , die vom König Mene an auf die mythische Vorzeit folgten, und wir halten uns im allgemeinen heute noch aus guten Gründen an dies Schema: wir haben nichts Besseres. Das Buch ist in abschreckend entstellter Weise auf uns gekommen: neben ein paar ausführlichen Fragmenten aus zweiter oder dritter Hand ist uns ein Auszug überliefert, der die Namen der wichtigsten Könige und die Dauer ihrer Regierung aufführt, dazu hie und da einige historische Angaben beigefügt; auch dieser Auszug ist erst durch mehrere Hände gegangen, ehe ihn Georgios Synkellos (gest. um 810 n. Chr.) in seiner Chronik für uns festlegte. Aber die Schrift hat schon in ihrer unversehrten Gestalt seine keine genügende Auskunft geben können. Wenn wir uns auch die spätägyptische Annalistik in der einheimischen Sprache nicht schlechter vorstellen dürfen als etwa die der Hebräer, so war doch die geordnete Kunde von der alten Zeit damals in Ägypten überhaupt gering, und sie hatte jedenfalls keinen Hauch des neuen Geistes gespürt , der inzwischen in Attika über die Historie gekommen war. Dazu liebte es Manetho, sein Gericht schmackhaft aufzutischen: er benutzte nicht selten die Erzeugnisse ägyptischer Erzähler, die man heute gern als "Volksmärchen" bezeichnet, wenn sie auch zur Zeit ihrer Entstehung vielleicht weder für das Volk bestimmt, noch als "Märchen" gemünzt waren, viel mehr als das, was wir jetzt Novellen nennen. Wir werden Beispiele sowohl solcher Märchen als auch manethonischer Geschichtserzählung kennen lernen. Was außer Manetho in griechischen und lateinischen Schriftwerken über Ägypten berichtet wird, ist zum Teil sehr wertvoll, so namentlich die Schilderung des Herodotos, im ganzen jedoch wenig beträchtlich. Aber der trockene Boden Ägyptens hat einheimische Zeugnisse für das vergangen Leben des Landes in unglaublicher Fülle treulich auf uns gebracht. Sie stammen vor allem aus Gräbern, da man den Toten allerlei Hausrat und sonstige Ausstattung mitzugeben pflegte, dann aber auch aus Tempeln und aus dem Schutt der Städte. Die Denkmäler der eigentlichen Literatur sind ja darunter verhältnismäßig spärlich, aber Urkunden aller Art haben wir aus den verschiedensten Perioden, wenngleich sie keine lückenlose Reihe darstellen; und auch der gewöhnliche Hausrat spricht, denn der äußerst schreiblustige Ägypter hat die meisten Stücke mit seinen Hieroglyphen beschrieben, und so erfahren wir da von sehr vielen Dingen, leider nicht immer das, was wir zu wissen nötig hätten. Seit Jahrhunderten hat man ägyptische Altertümer gefunden und auch nach Europa gebracht, ja selbst mit Eifer studiert. Im 19. Jh. haben diese Studien durch die wunderbare Entwicklung der Philologie einen ungeahnten Aufschwung genommen, und nun graben bereits seit einer Reihe von Jahren die in der Wissenschaft führenden Nationen und auch der ägyptische Staat selbst um die Wette nach den Resten der alten Zeit. Alljährlich bringen jetzt planmäßige Ausgrabungen oder glückliche Zufallsfunde neue, oft überraschende Schätze in die großen Vorratshäuser der ägyptischen Museen, die in Kairo, in London, Paris, Berlin und in vielen anderen Orten emporgewachsen sind. Auch in den Händen zahlreicher Privatleute befinden sich wertvolle ägyptische Sammlungen. Im Laufe der Geschichtserzählung werden die wichtigsten Denkmäler zu nennen sein, die uns historische Erkenntnisse vermitteln. Auch die für uns älteste Zeit ist nicht leer ausgegangen. Seit 1894 haben mehrere Ausgrabungen den Schleier einigermaßen zu lüften begonnen, der bis dahin über der Zeit vor den Erbauern der großen Pyramiden, vor der 4. Dynastie (um 2800 v. Chr.), lag. Wie gewöhnlich hatten findige Araber die Spur entdeckt und eine neue Klasse von Altertümern in den Handel gebracht, die die europäischen Forscher aufmerksam machte. Im Jahre 1894 setzte Professor W. M. Flinders Petrie in London, damals schon berühmt durch eine Reihe der erfolgreichsten Grabungen, zwischen Negada und Ballas den Spaten ein, zwei Orten, die etwa 45 und 30 km nördlich vom alten Theben auf dem westlichen Ufer gelegen sind (Ballas gegenüber von Kuft, s. Karte, Negada südlicher). Er öffnete beinahe 3000 uralte Gräber, deren Tote anscheinend ganz unägyptisch bestattet waren: die Leichen lagen auf der linken Seite, die Hände vorm Gesicht, die Knie in der Höhe der Brust, in "Hockerstellung" oder "wie der Embryo im Schoß der Mutter lagert"; dabei war der Kopf gegen Süden gerichtet, das Gesicht schaute also nach Westen (s. Abbildung). Oder aber die Körper waren mehr oder weniger zerstückelt beigesetzt worden. Die Mumifizierung fand sich nicht. In den Wintern 1895/96 und 1896/97 grub dann E. Amelineau in Abydos und Umgegend ähnliche Gräber aus. Im Frühjahr 1897 fand J. de Morgan zu Negada das "Grab des Menes" und Amelineau gegen Ende des Jahres zu Abydos das "Grab des Osiris". Petrie wiederum hielt 1899/1900 und 1900/01 auf dem von Amelineau angebrochenen Felde zu Abydos die erfolgreichste Nachlese, und er, J. E. Quibell, Garstang und andere haben in den folgenden Jahren im Umkreis von Abydos, aber auch außerhalb dieses Kreises, so in Hierakanpolis und bei Memphis, zahlreiche Denkmäler der ältesten Zeit aus dem Boden geschürft. So gewiß durch diese Funde unser Horizont in die Zeit vor Mene, die "vordynastische" Zeit, hinein erweitert worden ist, so haben sie uns doch bisher mehr Rätsel aufgegeben als gelöst. Besonders ist die Scheidung der vordynastischen Denkmäler von denen der ersten Dynastien noch vielfach schwer durchzuführen, und auch das Verständnis und damit die historische Bewertung der einzelnen Erscheinungen unterliegt großer Unsicherheit. Die Ägypter begannen, gewiß seit sehr alter Zeit, die Liste ihrer Herrscher mit den Namen von Göttern, und so ist hier die religionsgeschichtliche Auffassung, daß die Götter uralte Könige gewesen seien, eine Auffassung, die im alten Griechenland einmal durch ein Buch von Euhemeros Aufsehen erregt hat, frühzeitig in einem Keim, wenn auch nicht ganz in der späteren Gestalt vorhanden. Dichter und Gelehrte hatten diese Vorstellung verschiedenartig ausgestaltet, und es hat auch historisches Interesse, einen Augenblick dabei zu verweilen. Nach Manetho regierte zuerst Ptah, der Gott von Memphis also war seine hier benutzte Quelle, eine Königsliste, ähnlich wie die von Turin, von der wir gleich reden, in Menfe bearbeitet worden , sodann die großen Götter Re, Schu, Geb, Usire, Seteh, Hor, darauf eine Reihe weiterer Götter bis auf einen namens Bitis; alle zusammen regierten 13 900 Jahre und bildeten zwei Götterdynastien. Es folgte ein Geschlecht "Halbgötter" mit 1255 Jahren, dann eine vierte Dynastie "anderer Könige" mit 1817 Jahren; danach regierten 30 "Könige aus Memphis" 1790 Jahre und 10 "Könige aus This" (Abydos) 350 Jahre. Eine siebente Dynastie "halbgöttlicher Manen" (griechisch nekyes) mit 5813 Jahren macht den Schluß. Das berühmte "Königsbuch" des Museums von Turin, ein leider sehr fragmentarisch auf uns gekommener Papyrus, enthält eine gleichfalls in Dynastien eingeteilte ägyptische Königsliste, die etwa um 1500 v. Chr. redigiert worden ist. Sie stimmt mit Manetho darin überein, das auch sie zu Anfang vor Mene die Regierungen der Götter bringt, und sie bietet auch die auffallenden, die Reihe der Götter unterbrechenden Posten menschlicher Könige, wenn auch in anderer Weise. Aber diese Könige müssen doch eine Eigenschaft gehabt haben, die sie für die Ägypter den Göttern näher rückte als den Menschen, denn auf sie folgt im Papyrus die Regierung der "Diener des Hor", mythische Gestalten, die uns aus den ägyptischen Texten als ein frommes Menschengeschlecht der Urzeit bekannt sind. Es werden also auch jene menschlichen Könige Heroen oder Heroengeschlechter der Urzeit sein, von denen irgendwelche Literaturwerke zu erzählen wußten. Denn sicher dürfen wir im Papyrus wie bei Manetho als Grundgedanken bei der Aufführung der Götterdynastien eben das voraussetzen, was die ägyptischen Priester dem Herodotos gesagt haben, daß erst von Mene an "Mensch auf Mensch" (griechisch: piromis ek piromis; ägyptisch pi-romi, "der Mensch") gefolgt sei. War dieses mythische Dunkel, das vor Mene liegt, noch nicht in dem Maße vorhanden für ein drittes, weit älteres Dokument? Der "Stein von Palermo" übertrifft den Turiner Königspapyrus an Alter noch um etwas mehr als dieser den Manetho: er ist in der 5. Dynastie (um 2600 v. Chr.) zu Menfe beschrieben worden. Das kostbare Denkmal befand sich seit 1877 im Museum zu Palermo, wurde aber erst nach 1900 im Zusammenhang mit den Funden aus der ältesten Zeit in seiner Bedeutung gewürdigt. Wir geben hier (s. die Abbildung) die Vorderseite der schwarzen Dioritplatte wieder, die ein Bruchstück der ältesten uns erhaltenen Annalen der Weltgeschichte darstellt. Oben, in der ersten Zeile, stehen hier sieben Namen von Königen, Seka, Khaïu, Tiu, Tschesch, Neheb, Uatsjen, Jemikhet, hinter jedem Namen in der Weise der ägyptischen Schrift als "Determinativ" das Bild eines Königs: eines hockenden Mannes mit der Geißel in der Hand und der Krone auf dem Haupte. Diese Krone ist aber die "rote Krone" von Unterägypten, und nach der ganzen Einrichtung des Steines muß hier also vor der 1. Dynastie eine lange Reihe von Königen vorausgegangen sein, die nur die Krone von Unterägypten trugen. Das waren aber für den unterägyptischen Annalisten der 5. Dynastie gewiß keine mythischen Gestalten, und es ist auch nicht recht wahrscheinlich, daß er überhaupt Götternamen, Re etwa ausgenommen, an den Anfang seiner nüchternen, praktischen Zwecken dienenden Tabelle gesetzt hat. Erst in der Folgezeit also hätte sich das an Euhemeros anklingende System von Götterregierungen gebildet, das uns bereits im Turiner Papyrus so stattlich entgegentritt, und unter den halbmythischen 30 "Memphiten" Manethos mögen sich für den Annalisten des Steins noch völlig historische Namen befunden haben. Demnach steht also, historisch greifbar, für uns am Anfang der ägyptischen Geschichte, noch vor Mene, ein Reich unterägyptischer Könige, mit dem Mittelpunkt vermutlich in Menfe (griechisch: Memphis), d.h. in der Gegend von On (griechisch; Heliopolis). Von ihren Taten wissen wir nichts, der Annalist der 5. Dynastie gibt nur ihre nackten Namen. Sie werden wie ihre Nachfahren mit den Libyern im Westen und den Beduinen im Osten gekämpft haben, sie haben in der Wüste die Jagd auf die wilden Tiere geübt und zu Hause Rats gepflogen mit den Großen des Reiches, deren Treue sie königlich lohnten. Vor allem aber haben die die Götter geehrt, denn der Ruhm, den Herodotos den Ägyptern spendet, daß sie die "Frömmsten" aller Menschen seien, wurde sicher schon in ältester Zeit begründet. Das zeigt sich deutlich an dem Maß des Anteils, der für religiöse Einrichtungen in den Angaben des Steins von Palermo abfällt, Einrichtungen, die gewiß zumeist schon vor Mene bestanden, das zeigt sich ferner vornehmlich an der beherrschenden Stellung, die die Priesterschaft von On in der Ausbildung der religiösen Literatur und damit der religiösen Ideen nachweisbar einnimmt. Hier sei kurz von einem besonderen Ruhmestitel gesprochen, den man dem unterägyptischen Reich zuschreiben darf, der Feststellung des ägyptischen Kalenders. Seit dem Anfang unserer Kunde haben die Ägypter
ein Jahr von 365 Tagen, das in 12 Monate zu 30 Tagen geteilt wurde,
wozu 5 Tage besonderer Art kamen. In diese fünf, sagen wir Übertage,
fiel die "Geburt der Götter" oder, wie die spätere
Nachricht sagt, der fünf großen Götter des Usirekreises:
des Usire selbst, des Hor, des Seteh, der Ese und der Nebthat. Die fünf
Tage standen in alter Zeit an der Spitze des Jahres, dann folgte der
Neujahrstag, "Scheitel des Jahres" (wept-ronpet)
genannt. Die zwölf Monate wurden nach den drei Jahreszeiten "Überschwemmung",
"Winter", "Sommer" als "1. Monat der Überschwemmung",
"2. Monat der Überschwemmung" usw., "1. Monat des
Winters" usw. durchgezählt; später kamen dafür Bezeichnungen
nach gewissen Festen auf, und diese Namen werden von uns wegen ihrer
Verwendung im hellenistischen Ägypten gewöhnlich benutzt,
weshalb wir sie hierher setzen: Thoth, Phaophi (Phaôphi), Hathyr
(Athyr), Choiak; Tybi, Mechir, Phamenoth (Phámenoth), Pharmuthi
(Pharmûthi); Pachon, Payni, Epiph, Mesore (Mésore). Da
nun das Jahr 365 1/4 Tage hat und die Ägypter nicht einschalten,
so bleibt ihr Jahr alle vier Jahre um einen Tag hinter dem durch die
Schaltung verbesserten julianischen Jahre, wie es seit 45 v. Chr. üblich
ist, zurück; also in 365 x 4 = 1460 julianischen Jahren um ein
ganzes Jahr, so daß 1461 ägyptische Jahre gleich 1460 julianischen
sind. Wenn nun in einem julianischen Jahre 1322 v. Chr. das ägyptische
Neujahr, der 1. Thoth nach der späteren Bezeichnung, auf den 20.
Juli fiel, so rückte der 1. Thoth im julianischen Jahre 1321 v.
Chr., da dieses ein Schaltjahr ist, auf den 19. Juli, blieb auf diesem
Datum in den julianischen Jahren 1320, 1319, 1318 stehen, rückte
im julianischen Jahre 1317 auf den 18. Juli usw., und erst im Jahre
1461. julianischen Jahre nach 3121 v. Chr., im Jahre 140 n. Chr., trat
er wieder auf den 19. Juli, nachdem er durch alle Tage des Jahres gelaurfen
war. So fiel denn auch das für den Ägypter und den Wohlstand
des Landes wichtigste Jahresereignis, die Überschwemmung, auf wechselnde
Daten seines bürgerlichen Jahres. Immerhin, mag auch dies Datum zweifelhaft erscheinen, da man sich die Einführung des Kalenders wohl auch zu anderer Zeit als zu Anfang einer Sothisperiode vorstellen kann, so reicht er doch gewiß in die Zeit vor Mene zurück, und wir haben in ihm ein wertvolles Zeugnis für die Kultur des alten unterägyptischen Reiches. Denkmäler dieses Reiches haben freilich die Ruinenstätten des Delta bis jetzt noch nicht hergegeben. Für das alte oberägyptische Reich sind wir besser gestellt, und man glaubt auch einzelne Denkmäler aus Negada und Abydos bestimmten oberägyptischen Königen zuweisen zu können. Wir halten es aber für fraglich, ob die Könige "Skorpion" und Nar wirklich vor Mene anzusetzen sind, und sprechen deshalb von ihnen erst bei den Königen der beiden ersten Dynastien. Daß die Toten in der frühgeschichtlichen Zeit in "Hockerstellung" (s. Illustration) oder in ein Fell eingehüllt beigesetzt werden, daß die Leichen dabei ganz oder teilweise zerstückelt werden, ist eine Erscheinung, die sich nicht auf Ägypten beschränkt, sondern allenthalben in der Steinzeit findet, ebenso der Gebrauch von Werkzeugen und Geräten aus Stein. Was die ägyptischen Funde dieser Art, wie Messer, Sägen und Waffenteile aus Feuerstein, Charakteristisches bieten, müßte erst noch festgestellt werden. Auch wie viel an den Kritzeleien oder Zeichnungen ("Graffiti") auf Gefäßen von Negada, auf Felsen bei Silfile, in einem Grab von Hierakonpolis und sonst von der Kultur der frühgeschichtlichen Zeit Zeugnis ablegt, scheint noch nicht genügend aufgeklärt. Wir sehen hier zahlreiche Tiergestalten, besonders Strauße, abgebildet; aber auch Menschen, menschliche Niederlassungen in Umzäunungen, auch Schiffe werden dargestellt. Diese Zeichnungen erinnern gleichfalls lebhaft an anderwärts, z.B. in Schweden, gefundene frühgeschichtliche Kunstübungen. Die älteste Zeit liefert ferner seine Beispiele von glattpolierten roten Gefäßen, die zum Teil auch mit Ornamenten versehen sind. Seltsamerweise scheint dafür in der frühdynastischen Zeit ganz rohe Tonware überhand zu nehmen. Damals war eben die Kunst, Steingefäße herzustellen, zu hoher Blüte und Beliebtheit gekommen, und Ägypten bietet zwar vortreffliches Steinmaterial, aber keinen geeigneten Ton. Ist es aber wahr, daß sich eine Zeit nachweisen läßt, in der die Bewohner des Niltales noch keine Ziegel aus Nilschlamm machen konnten? Sicher darf man den alten Herrschern Oberägyptens die Unterwerfung Nubiens als politische Großtat zurechnen; das Land südlich von Assuan spielt schon in den ältesten religiösen Texten eine Rolle, wo z.B. ein nubischer Gott Dedwen erscheint, und manche dieser Vorstellungen werden in den oberägyptischen Religionszentren ausgebildet worden sein. Wann aber sind die "Beiden Länder" (Süden und Norden) politisch vereinigt worden? Man hat oft die Meinung geäußert, diese grundlegende Tat habe der König Mene vollzogen. Aber man tut Unrecht, seine Stellung an der Spitze der Königsliste dadurch zu erklären; diese Stellung besagt nur, wie wir gesehen haben, daß er der erste menschliche König ist. Ferner haben die Ägypter den Mene gewiß nicht als Vereiniger gefeiert. Nach ihrer Meinung hatten ja lange schon Götter das vereinigte Land regiert. Hor und Seteh hatten zwar nur die Teile beherrscht, sagt ein Mythus; sie hatten darüber gekämpft, aber sie hatten sich dann vertragen. Und von der Himmelsgöttin Nut weiß ein alter Text: "Nut, zwei Augen (= Kronen) gingen an deinem Haupt hervor: du nahmst den Hor und seine Krone, du nahmst den Seteh und seine Krone." So fabelten also schon uralte Dichter über diese Vereinigung. Wenn sicher anzunehmen wäre, daß der Stein von Palermo den Mene an dien Spitze der nach Jahren verzeichneten Regierungen gestellt habe, so könnte das als eine historische Erinnerung an die Vereinigung durch Mene gedeutet werden, da vorher unterägyptische Könige aufgeführt waren. Aber es ist mißlich, sich den Anfang der Annalen des Steines nach Manetho und seinen Quellen zu rekonstruieren, und selbst wenn Mene auf dem Stein an der Spitze stand, so könnte das von seinen Beziehungen zu Menfe herrühren oder noch anders motiviert sein. Es ist also vorsichtiger, wir stellen uns mit den Ägyptern vor, daß die Beiden Länder schon vor Mene geeinigt wurden. Es wird nicht mit einem Schlage geschehen sein, und mancherlei politische Wechselfälle werden durch die Arbeit von Generationen zu jener grundlegenden Tatsache geführt haben. Lange vor der politischen Vereinigung hatten die Beiden Länder gemeinsame Kultur, gemeinsame Sprache, gemeinsame Schrift. Die Schrift der Hieroglyphen, in denen seltsamen Zügen uns die Ägypter selbst Nachrichten über ihre Geschichte aufgezeichnet hinterließen, stellt die wichtigste Kulturschöpfung dar, die die Zeit vor Mene hervorgebracht hat. Die Hieroglyphenschrift ist eine Bilderschrift, die ähnlich wie die chinesische, im Prinzip für jedes Wort der Sprache ein eigenes Zeichen verwendet. Das Zeichen ist ein wirkliches Bild des Gegenstandes, der durch das Wort benannt wird, also z.B. mit der Hieroglyphe 1 schreibt man das Wort hd-t, das die Krone des Königs von Oberägypten bezeichnet, mit der Hieroglyphe 2 schreibt man den Namen n-t der Krone des Königs von Unterägypten; beide Kronen sahen eben so aus. Der Käfer 3 heißt und lautet hpr, 4 ist das Wort hr "Gesicht"*1) Wir nennen solche Zeichen Wortzeichen, und man kann sich vorstellen, daß man einmal nur mit Wortzeichen geschrieben hat; natürlich mußte man dann für geistige Begriffe ein Symbol wählen; also etwa den Falken 5 für den Gott Hor, dem der Falke heilig war, die Beine 6 für den Begriff "gehen". Das muß aber eine Zeit mit sehr beschränkter Übung der Schrift gewesen sein, selbst wenn man noch die zwei Fortschritte in der Verwendung der Wortzeichen hinzunimmt, die das Gebiet der Zeichen stark erweitert haben: man gebrauchte nämlich nicht nur im Prinzip alle Zeichen für alle Ableitungen desselben Wortstammes, also ein Zeichen wr für das Adjektiv "groß" und für das Verbum wr "groß sein", sondern auch überaus viele Zeichen für irgendwelche Wörter, die nur dieselben Konsonanten hatten wie das Wortzeichen, so den Käfer für das Wort hpr "werden", das Gesicht für das Wort hr "auf". Ob ein so beschaffenes System einmal wirklich üblich war und wie dann ein Schriftstück aussah, wissen wir nicht. Wir kennen nur das Schriftsystem in seiner vollen Ausbildung durch einen so gewaltigen Fortschritt, daß er beinahe zur Buchstabenschrift geführt hätte, wenn die Ägypter den letzten Schritt hätten tun wollen oder können (vgl. die Ausführungen zum Jahr). Sobald man sich nämlich ein Wort wie wh "salben" in w + h zerlegte, lag ein weiteres nahe: es gab eine ziemliche Anzahl von Wörtern, die, da man das grammatische Zeichen des Femininums (das auslautende t) und gewisse andere Konsonanten nicht anrechnete, nur aus einem Konsonanten bestanden, z.B. 7 dt "Schlange"; eine Auswahl von 24 solchen einkonsonantigen Wortzeichen verwendete man nun für alle Stellen, wo der Konsonant vorkam, und man hatte so 24 alphabetische Zeichen geschaffen, so daß man wh als w + h, hpr als h + p + r schreiben konnte. Wenn man wollte, setzte man dann den drei "Buchstaben" hpr auch noch das ursprüngliche Wortzeichen Käfer bei und sagte damit deutlich, daß die drei Buchstaben zusammengehören; oder man setzte in ähnlicher Weise den Konsonanten jw das Zeichen der Beine hinzu und sagte so, daß sie nicht etwa das Wort jw "sein" darstellten. Man nennt die Zeichen, die, ähnlich wie in jw "gehen", nach einem bestimmten System zur Andeutung des Wortsinns verwendet werden, "Determinative". So hatte man also ein Alphabet für sämtliche Konsonanten der Sprache, aber man ging nicht dazu über, nur diese "Buchstaben" zu verwenden, wie es z.B. die Hebräer und andere Semiten machen, sondern gebrauchte sie immer in Mischung mit alten Wortzeichen, nach gewissen komplizierten und im Laufe der Zeit wechselnden Regeln. Man schreibt also statt mit 24, wie man es hätte tun können, mit ein paar hundert Hieroglyphen. (Unsere Anfänger im Ägyptischen auf der Universität lernen zunächst etwa 120 Zeichen.) Vokale haben die Ägypter, ähnlich wie die Hebräer, nie geschrieben. Wir können jedoch bis zu einem gewissen Grade den Vokalismus erschließen, so mit Hilfe der babylonischen und griechischen Umschreibungen ägyptischer Wörter, vor allen auf Grund des Koptischen, d.h. jener späten Phase der altägyptischen Sprache, die die Kopten, die christlichen Ägypter, unter byzantinischer und arabischer Herrschaft gesprochen und mit griechischen Buchstaben geschrieben haben; sie mußten dabei zu den griechischen Buchstaben ein paar Zeichen, z.B. das für sch, aus der ägyptischen Schrift herübernehmen (eine Schriftprobe siehe Tafel). Das Wort "Kopte" stammt aus arabisch Kubt und dies aus griechisch Aigyptios. Seit dem 17. Jh. n. Chr. ist das Koptische ganz von Arabischen verdrängt und wird nur mehr beim Gottesdienst verwendet. Aber so sehr uns das Koptische für die Erkenntnis der altägyptischen Wortformen nützt, so wenig reicht es aus. Wir haben uns daher eine rein willkürliche Weise zurechtgemacht, die vokallosen ägyptischen Wörter zu lesen: wir setzen z.B. ein e ein, lesen w wie u, j wie i usw. Also Swnt lies Sunet oder Sewenet; lies auch: hetset, net, heper. Formen wie Re, Hor, Usire sind dagegen nach dem Koptischen vokalisiert; die vorher erwähnten Wörter lauten, soweit sie erhalten sind, im Koptischen: schope "werden", ho "Gesicht", hi "auf". Gewiß ist dieses reiche Schriftsystem der Ägypter ein äußerst wichtiges Zeugnis einer altersgrauen Vergangenheit, denn es war schon in der vordynastischen Zeit fertig ausgebildet. Wenn wir es einmal gründlich erforscht haben, wird es mit Aufschlüssen nicht kargen. So ist z.B. der Feuerbohrer ein gewöhnliches Zeichen; Töpfe, Kleidungsstücke, Schmuck und alle möglichen Geräte bis zum Werkzeug des Schreibers reden von uralten Techniken. Nicht nur der Laie, auch ein Kundiger wird zu dem Urteil geneigt sein, daß die ganze Art des Schriftsystems, wie wir es kennen, auf rein ägyptischen Ursprung hinweist. Trotzdem wäre nicht ausgeschlossen, daß hier fremde Grundlagen eigentümlich entwickelt worden sind. Oder mußte die Kultur zweimal, dreimal denselben Fortschritt machen? Wer will heute schon genau die Wege überschauen, die die Menschheit gehen mußte, bis sie zum Besitz der Schrift kam? Wir sind vorläufig froh, daß durch Champollions Geistestat, seit 1822, die Hieroglyphen wieder zu uns sprechen. Mögen wir heute auch noch auf schritt und Tritt Schwierigkeiten im Verständnis finden, die Wissenschaft der Ägyptologie wird mit Sicherheit zu ihren fernen Zielen fortschreiten. *1) Die Sprache hat mehrere h-Laute, die wir als h,
h, h unterscheiden;
h = kh. Das Zeichen d
sprich ts, t sprich tsch. |
| Quelle: Weltgeschichte, Bibliographisches Institut, Leipzig, 1914, von rado by jadu |
