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ALEXANDRIEN

Alexandrien, das von dem grossen Macedonischen Eroberer (332 A. D.) gegründet wurde, kann stolz auf seinen edlen Ursprung und Geschichte sein, welche zum weiteren Fortschritt und zur menschlichen Zivilisation höchst verteilhaft gewirkt hat.

Seit Beginn des 3ten Jahrhunderts v. Chr. wurde Alexandrien nicht nur das Zentrum des Handels und die wegen seiner Gebäude schönste Stadt, sondern auch die infolge seiner künstlerischen und wissenschaftlichen Sammlungen berühmt. Während drei Jahrhunderten war sie die reichste und bevölkertste Stadt der ganzen Erde.

Jederman hat von dem berühmten Museum und der herrlichen Bibliothek gehört, welche Alexandrien besass, zwei Einrichtungen , die den unsterblichen Ruhm der Dynastie der Ptolomeen feststellen. Selbst, wenn der Boden, auf welchem sich die wunderbare Metropolis der griechisch-römischen Zeit erhob, jetzt eine Wüste wäre, so sollte doch jeder verständige und erlogene Tourist hierherkommen, wie zu einer heiligen Pilgerstätte. Doch ganz im Gegenteil steht, dank eine manderen Helden, dem grossen Mohamed Aly, auf dem Boden der alten Stadt eine neue Alexandrien, blühend, reich und mit mehr als 400.000 Einwohnern. Es kann sich wirklich schmeicheln, die Reste seiner gloreichen Vergangenheit ans Licht gebracht und bewahrt zu haben und jetzt im stände zu sein, dem Touristen ein vollendetes Bild griechisch-römischer Civilisation in Ägypten bieten zu können.

Die Necropolis von Chatby. Die Necropolis von Chatby, welche der älteste griechische Kirchhof von Alexandrien ist Ende des 4ten, Anfang des 3ten Jahrhunderts v. Chr.) zeigt das Abbild von Gräbern in reinem griechischen Stil.

Die Necropolis von Anfouchy. Die Necropolis von Aufouchy mit ihren in lebhaften Farben gemalten Mauern zeigt uns ein Beispiel Alexandriner Dekoration, eine Art Ausmeißelung, welche von der Pompejischen Art der Verzierung abweicht.

Kom-el-Chougafa. Die wunderbare und majestätische Grabanlage vom Kom-el-Chougafa mit ihren drei übereinanderliegenden Stockwerken zeigt uns eins der kornischten und zugleich vollendetsten und mit artistischen Formen gemischten Modelle, wo sich religiöse, griechisch-römische, mit ägyptischen Ideen verschmelzen.

Das Serapeura. Die Säule, welche die Sage mit dem Namen des Pompejus zusammenbringt berechtigt ganz zu der Bewunderung, welche die Touristen ihr zollen. Es ist die grösste Monolithsäule, die man bis jetzt kennt (Gesamthöhe 26 Meter 85, der Schaft ist 20 Meter 75 hoch mit einem Durchmesser-von 2 Meter 7$). Um die Säule herum liegen die Ruinen des alten Serapeura, des berühmtem Tempels, der, was Pracht anbetrifft, nur mit dem römischen Kapitol verglichen werden kann.

Das Griechisch-Römische Museum. Das Museum enthält eine Serie von Denkmälern, die dem Besucher eine Idee griechisch-römischer Civilisation geben können. Neben der sehr interessanten Sammlung griechischer und lateinischer Inschriften sieht man eine grosse Kollektion von Papyri, unter den Skulpturen sind eine Anzahl Porträts von Alexander dem Grossen, der Könige und Königinnen der Familie des Lagides, wie auch mehrerer römischen Kaiser.

Ausser den vielen Modellen von musterhaften Stil gibt es wunderbare Denkmäler einer Schule, die in höchsten Grade das Gefühl der Wirklichkeit erreichte.

Die Sarkophage mit ausgehauenen Blumengewinden aus Marmor und Granit, die eingemeißelten Grabinschriften, die bunten Portraits eingehätzt auf hölzernen Panels, die prächtige Sammlung kleiner Statuen in bemalter Terra Cotta, welche mit den schönsten augenblicklich vorhandenen verglichen werden können, die Grabesurnen, welche noch die Kronen künstlicher Blumen bewahrt haben, machen einen Besuch des griechisch-römischen Museums nicht allein wert und interessant, sondern auch denen unerlässlich, die einem genauen Einblick in die wunderbare Geschichte Ägyptens haben wellen.

Die Moderne Stadt. Viele Ärzte betrachten Ramleh (in der Umgegend von Alexandrien) als eine klimatische Station ersten Ranges. Die Temperatur in der Stadt erreicht im Sommer selten 3o Grad Celsius. Ausserdem machen die Nordwinde und die berühmten Eteius-Winde einen Aufenthalt sogar während der heissen Zeit angenehm.

Ausflug nach Ramleh. Ein sehr hübscher Ausflug nach Ramleh kann sowohl per Wagen, wie auch mit der Elektrischem gemacht werden. Es gibt dort das «Hotel Casino St. Stefano», ein wohlbekanntes erstklassiges Hotel seiner Art, welches von den besseren Einheimischen während der Sommer und Herbst-Monate besucht wird. Touristen die Ende der Wintersaison nach Europa fahren, steigen gewöhnlich vorher hier ab.

Ausflug nach Aboukir. Diejenigen Reisenden, welche die Stelle der Nilschlacht zu sehen wünschen, können diesen Platz bequem mit der Kleinbahn erreichen.

Ankunft in Alexandrien

Fast alle Passagierdampfer legen an den Quais an. Die Vertreter verschiedenen Hotels und Reisebüros erwarten die Passagiere an Bord.

Der Preis für die Landung und Beförderung der Passagiere und ihres Gepäcks per Wagen von Quai bis zum Bahnhof oder Hotel ist im allgemeinen P. T. 20-25, einschliesslich Trinkgeld für Gepäckträger.

Die Zollbeamten sind Touristen gegenüber sehr entgegenkommend.

Hotels in Alexandrien

Das «Savoy Hotel»: Kin berühmtes und modernes Hotel mit jeglichem Komfort. Das ganze Jahr hindurch offen. Appartements und Zimmer mit Privat-Baderaum. Amerikanische Bar und Wintergarten (Direktor M. Odelet).

Dann gibt es noch das «Windsor Hotel», «Metropol Hotel», «Excelsior Hotel» und mehrere andere.

Ankunft in Port=Said

Fast alle in Port-Said eintreffenden Passagiere benutzen den nächsten Zug nach Cairo.

Die Landung der Passagiere findet durch die Vertreter der verschiedenen Reisebüros statt, welche die Reisenden und ihr Gepäck von Bord bis zum Bahnhof befördern zum Preise von 20 Piaster pro Person.

Der Schnellzug nach Cairo macht ungefähr 4 Stunden, und sind die Fahrpreise folgende: i. Klasse P. T. g5, 2. Klasse P. T. 47-5.

Der Mittag-, und Abendzug nach Cairo haben Speisewegen. Der Preis für Mittagessen ist P. T. 20 und Abendessen P. T. 25.

Quelle: © Ägyptischer Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs Cairo; bjfe jadu 2002