Japan:    Home    Sitemap    Zeittafel    Korea: Home    Dia-Show

 

 

Die neueste Geschichte Ostasiens (4)

Der russisch-japanische Krieg 1904/05 (Fortsetzung)

Am 8. Juni 1905 wurde die amerikanische Vermittlung in Petersburg angeboten, zwei Tag darauf vom Kaiser von Rußland angenommen, und Anfang August trafen die Bevollmächtigten der beiden Staaten, die Herren Witte und Baron von Rosen für Rußland, Komura und Takahira für Japan, in den Vereinigten Staaten ein, wo die Verhandlungen in Portsmouth ihren Anfang nahmen. Japans Forderungen, unter denen eine eine Kriegsentschädigung, die Abtretung von Liaotung und Sachalin, die Rückgabe der Mandschurei an China, die Abtretung der Bahnlinie Dalny-Kharbin, die Beschränkung der russischen Streitkräfte in Ostasien und die Auslieferung der nach neutralen Häfen geflüchteten Kriegsschiffe die hauptsächlichsten waren, wurden von den Russen glatt abgelehnt, und es schien, obgleich in einigen Nebenpunkten eine Verständigung erzielt wurde, daß die Verhandlungen ergebnislos verlaufen würden, als die Japaner fast unerwartet erklärten, daß sie auf eine Kriegsentschädigung verzichteten, die Eisenbahn in der Mandschurei nur bis zu dem Punkte, bis zu dem sie vorgedrungen, beanspruchen und von der Insel Sachalin nur die früher in ihrem Besitz gewesene südliche Hälfte verlangten. Da Rußland sich zur Übertragung des von China auf der Liaotunghalbinsel gepachteten Gebietes an Japan entschied und Japan in Korea freie Hand ließ, wurde der Frieden am 5. September 1905 unterzeichnet.

Es waren finanzielle und militärische Gründe, welche de Annahme der Vermittlung der Vereinigten Staaten seitens Japans veranlaßten. Japan war sich sich darüber klar, daß seine inneren Hilfsmittel zur Fortsetzung des Krieges bis zur Eroberung der ganzen Mandschurei nicht ausreichten und daß es bei einer längeren Dauer des Krieges weitere fremde Anleihen, wenn überhaupt, nur unter sehr drückenden Bedingungen würde abschließen können. Seine kriegerischen Erfolge hatten ihm viele Verluste gekostet und doch nur dazu genügt, die Russen nicht ganze 150 km zurückzudrängen, während bis Kharbin noch gegen 400 waren, und die russische Armee, die dreimal in großen Schlachten besiegt worden war, stand anscheinend unerschüttert, kampflustig und stärker als je zuvor zu weiteren Kämpfen bereit. Das alles gab zu schweren Bedenken Veranlassung; der Entschluß, den Frieden unter so wenig günstigen Bedingungen anzunehmen, wurde Japan aber ganz besonders durch einen am 12. August 1905 zu London mit England abgeschlossenen Vertrag erleichtert und ermöglicht, der einerseits den Vertrag von 1902 in eine allgemeine Defensivallianz, soweit Ostasien und Indien in Betracht kamen, umänderte und anderseits durch Artikel 3 das Recht Japans anerkannte, solche Maßregeln der Leitung und Kontrolle sowie des Schutzes in Korea zu ergreifen, welche die Erhaltung und Entwicklung seiner maßgebenden politischen, militärischen und wirtschaftlichen Interessen notwendig erscheinen ließen, immer vorausgesetzt, daß solche Maßregeln nicht dem Prinzip gleicher Berechtigung für den Handel und die Industrie aller Nationen widersprächen. — Rußland wurde, wenn nicht ausschließlich, so doch hauptsächlich durch die Unruhen in Inneren zu dem Friedensschluß bewogen. Die Bevölkerung hatte sich im allgemeinen vielleicht infolge der Friedensbewegung dem Kriege gegenüber ziemlich apathisch verhalten, die Revolutionäre hatten die Niederlagen der Armee sogar mit Freuden begrüßt, denn sie glaubten, trotz der Täuschungen, die sie nach dem Krimkriege in dieser Beziehung erfahren hatten, im Falle eines gänzlichen Unterliegens der Armee auf eine Verwirklichung ihrer Pläne, d.h. den Umsturz alles Bestehenden, rechnen zu können. Auch diese Mal haben sie sich in ihren Berechnungen und Hoffnungen getäuscht gesehen; die Regierung hat es verstanden, wenn gleich mit großen Schwierigkeiten, im Reich wieder geordnete Zustände zu schaffen, und die einen immer größeren Maßstab annehmende Auswanderung nach Ostsibirien scheint auch dort den Boden für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung vorbereiten zu sollen.

Für Japan bedeuteten die strategisch nur beschränkten Erfolge des Krieges und vor allen Dingen der Ausfall der erhofften und erwarteten Kriegsentschädigung eine schwere Enttäuschung, denn das Land, das mit einer Schuldenmasse von etwa 1200 Millionen Mark und einem Jahresbudget von rund 500 Millionen Mark in den Krieg gegangen war, hat nach demselben mit einer Schuld von über 4 1/2 Milliarden und einem Jahresbudget von etwa einer Milliarde (1905/06) zu rechnen gehabt, von denen das letztere fortwährend im Steigen begriffen ist. Was die innere Lage anbetrifft, hat sich an derselben wenig geändert; der alte Gegensatz zwischen der Militärpartei und der, die man die bürgerliche nennen kann, besteht fort; die Verwaltung liegt nach wie vor in den Händen des Sat-Tscho, d.h. der aus den beiden Klans Satzuma und Tschoschiu stammenden Staatsmänner; die Versuche, ein Parteiministerium zu bilden, sind wegen der im Abgeordnetenhause bestehenden Parteiungen bis jetzt nicht gelungen. Die innere Lage ist dadurch ungünstig verändert worden, daß der Rat der alten Staatsmänner, Genroin, die einem großen Einfluß auf den Kaiser und den Gang der Regierung, meistens wohl in einem mäßigenden Sinne, ausübten, durch den Tod der hervorragendsten unter ihnen viel an seiner Bedeutung eingebüßt hat. Die Differenzen zwischen der Militärpartei und der bürgerlichen, die sich auch in den Forderungen für das Heer und die Marine zeigten, hatten am 14. Juli 1908 zu der augenblicklich noch bestehenden Bildung des Ministeriums Katsura geführt, das sich vor allen Dingen eine Regelung der Finanzen des Reiches hat angelegen sein lassen. Man würde aber irren, wenn man annehmen wollte, daß darüber die Organisation der Armee und der Marine oder die Aspirationen der Militärpartei zu leiden gehabt hätten. Die letzteren sind wohl nur zeitweilig zurückgestellt worden.

Den größten Schaden hatte durch die Folgen des russisch-japanischen Krieges Korea, zur Wahrung von dessen Integrität und Unabhängigkeit der Krieg offiziell unternommen worden war. In dem englischen-japanischen Vertrage von 1902 und in der japanischen Kriegserklärung war dies ausdrücklich ausgesprochen, und eine gleiche Zusicherung enthielt das zwischen Japan und Korea zu Anfang des Krieges am 23. Februar 1904 abgeschlossene Übereinkommen, dessen dritter Artikel lautet: "Die kaiserliche Regierung von Japan garantiert ausdrücklich die Unabhängigkeit und territoriale Integrität des koreanischen Reiches." Artikel 5 dieses Abkommens lautet ferner: "Die Regierungen der beiden Länder sollen in Zukunft ohne gegenseitige Zustimmung mit keiner dritten Macht ein Abkommen abschließen, das den Bestimmungen dieses Protokolls widerspricht." Und doch ließ sich Japan durch den Vertrag mit England vom September 1905 Korea seiner Willkür aushändigen. Bald nach dem Abschluß des Vertrages von Portsmouth wurde die koreanische Regierung an 17. November 1905 zur Unterzeichnung eines Abkommens veranlaßt, durch das zeitweilig, bis zu dem Augenblick, in dem anerkannt werde, daß Korea national genügend erstarkt sei, die Vertretung der äußeren Politik des Landes an Japan überging und letzteres da Recht erhielt, einen Generalresidenten beim Kaiser (seit 1897) von Korea zu beglaubigen, hauptsächlich um die auf diplomatische Fragen bezüglichen Angelegenheiten wahrzunehmen und zu leiten. Gleichzeitig wurde den Japanern das Recht zuerkannt, den Generalresidenten unterstehende Residenten in den geöffneten Häfen zu ernennen, um die Rechte und Funktionen wahrzunehmen, die bisher von den japanischen Konsuln ausgeübt worden wären. Die japanische Regierung unternahm es dagegen, das Wohlergehen und die Würde des kaiserlichen Hause von Korea aufrechtzuerhalten.

Da dies Abkommen nicht den erwünschten Erfolg hatte, (richtig ist ja wohl eher, daß die Ergebnisse des russisch-japanischen Krieges Japan in Ostasien mit ungebremster Macht ausstatten. R.B.), erzwang, das ist der richtige Ausdruck, Marquis Ito Hirobumi als Generalresident am 25. Juli 1907 die Unterzeichnung eines neuen Vertrages, durch den die ganze Verwaltung in die Hände der Japaner überging. Die koreanische Regierung sollte danach von dem japanischen Generalresidenten Instruktionen und Leitung empfangen, sie durfte keinen höheren Beamten, ohne die Zustimmung des Generalresidenten anstellen oder entlassen, und sie mußte allen Japaner, die ihr von dem Generalresidenten bezeichnet wurden, als koreanische Beamte anstellen. Diesem letzteren Abkommen waren heftige Auseinandersetzungen zwischen dem Kaiser von Korea und dem Generalresidenten bzw. den koreanischen Kreaturen desselben vorangegangen. Der Kaiser hatte sich immer gesträubt, das Abkommen vom 17. November 1905 anzuerkennen, und es war ihm gelungen, ob ohne Wissen der Japaner, mag dahingestellt bleiben, eine Mission an den zweiten Friedenskongreß im Haag zu senden, um die Intervention der an demselben beteiligten Mächte zu seinen Gunsten anzurufen. Dieser Schritt hatte keinen Erfolg, er gab aber den Japanern den erwünschten Vorwand, sich des ihnen feindlich gesinnten Herrschers zu entledigen. Am 16. Juli 1907 erschienen auf Weisung des Generalresidenten die koreanischen Minister beim Kaiser, um ihn vor die Wahl zu stellen, entweder zugunsten des (schwachsinnigen) Kronprinzen abzudanken, oder das Abkommen vom 17. November 1905 mit seinem Siegel zu versehen, der Ernennung eines Regenten zuzustimmen und sich nach Tokio zu begeben und dort persönlich den Kaiser von Japan um Entschuldigung zu bitten. Dem Kaiser gelang es, den Herausgeber der "Korean Daily News" von diesen Vorgängen zu unterrichten, durch den sie bekanntgegeben worden sind, dann dankte er am 19. Juli 1907 ab und lebt seit der Zeit in seinem Palast, wohl als Gefangener der Japaner. Sein Sohn I tschak folgte ihm als Kaiser nach. Er sowie die koreanischen Minister waren nur Puppen in den Händen der Japaner.

Als diese Vorgänge in Söul bekannt wurden, kam es zu Aufläufen vor dem Palast, die zu einem Zusammenstoß mit den Japanern führten, bei dem auf beiden Seiten eine Anzahl von Leuten getötet und verwundet wurden. Darauf wurde das vorerwähnte Abkommen, das Korea tatsächlich an Japan ausliefert, von dem Premierminister und Regenten am 25. Juli unterzeichnet. Am 1. August 1907 wurde die koreanische Armee aufgelöst, was bei einem der vier in Söul befindlichen Regimenter zu einem Zusammenstoß mit den japanischen Truppen führte, bei dem eine Anzahl der koreanischen Soldaten getötet wurde, und eine größere Zahl derselben entfloh, um sich den im Land gegen die Japaner kämpfenden "Freiwilligen" anzuschließen. Über die Vorgänge im Inneren bei der Unterdrückung der zahlreichen örtlichen Aufstände ist wenig oder nichts bekanntgeworden. Die Japaner haben es verstanden, alle Nachrichten darüber zu unterdrücken. Eine Mitteilung, die 1910 in die Öffentlichkeit gelangte, daß bei den Kämpfen im Inneren an 12 500 Koreaner getötet worden seien, bleibt wohl hinter der Wirklichkeit zurück. Charakteristisch ist, daß sich die Aufständischen fast ausschließlich aus dem Volke rekrutieren. Wie die Stimmung ist, mag man daraus ersehen, daß der Amerikaner D.W. Stevens, der von den Japanern ernannte Berater der koreanischen Minister war, und dem die Schuld an dem Vertrage vom Juli 1907 zum Teil zugeschrieben wurde, 1908 bei seiner Rückkehr nach San Franzisko dort von Koreanern ermordet, und daß die beiden Unterzeichner desselben, Fürst Ito, dessen Erfolge in Korea ihm diesen Titel eingebracht hatten, am 26. Oktober 1909 in Kharbin, und der koreanische Premierminister Ji Wan Joug am 22. September desselben Jahres in Söul von Koreanern ermordet wurden.

Am 28. August 1910 endlich wurde die lange in der Luft hängende Annexion Koreas durch Japan zur Tatsache. Der Kaiser hatte abgedankt und lebt seitdem in Japan als Privatperson mit dem Titel "Wang" (König). Bis jetzt haben die auch von Japanern gefürchteten Unruhen nicht stattgefunden, aber es bleibt abzuwarten, ob die japanische Verwaltung und die japanischen Einwanderer besser als bisher verstehen werden, die eingeborene Bevölkerung mit dieser Maßregel und den mit ihr verbundenen Reformen auszusöhnen.

Die Vereinigten Staaten und Japan

In die im Osten bestehenden Gegensätze brachte eine andere Macht, die Vereinigten Staaten von Amerika, neue Interessen, Bestrebungen und Ziele. Nicht als ob die Vereinigten Staaten nicht schon seit Jahrzehnten eine politische Rolle in Ostasien zu spielen versucht hätten, aber es war mit Ausnahme der Eröffnung Japans durch Kommodore Perry 1854-55 eine mehr passive; sie nutzten die Errungenschaften aus, die sich England und Frankreich durch aktives Vorgehen gegen China erworben hatten, suchten durch kleine Gefälligkeiten das Vertrauen und die Dankbarkeit der ostasiatischen Reiche zu erwerben und haben mehr als einmal durch ihre Politik gemeinsame Maßregeln aller Vertragsmächte verhindert, die vielleicht einen günstigen Einfluß auf die Entwicklung der auswärtigen Beziehungen zu China ausgeübt hätten. Jetzt drängten sie die Verhältnisse zu schärferer Wahrung ihrer Interessen im Stillen Ozean und dessen Randgebieten. Die Sandwichinseln, in denen 1893 die Initiative amerikanischer Missionare und Kaufleute die eingeborene Regierung gestürzt und eine Republik errichtet hatte, war von den Vereinigten Staaten 1897 annektiert worden, und im Dezember 1898 war nach der siegreichen Beendigung des Krieges gegen Spanien den Philippinen dasselbe Los zuteil geworden. Damit erhielt Amerika Stützpunkte, sie ihm bisher im Stillen Ozean gefehlt hatten; aber auch die Pflicht, sie zu verteidigen, wurde ihm nahegelegt.

Das unruhige Vorwärtsdrängen Japans und seine Erfolge zu Lande wie zu Wasser weckten in der Bevölkerung der Vereinigten Staaten, die sich für die erste Rolle auf diesem Meere und diesen Gebieten bestimmt ansah, eine gewisse Besorgnis vor den endlichen Zielen Japans, die um so bedenklicher erschienen, als die immer mehr steigende Zahl der nach den Sandwichinseln und den westlichen Staaten einwandernden Japaner diesen Gefühlen eine gewisse greifbare Unterlage gab und zugleich der in diesen Staaten besonders starken Abneigung gegen die Asiaten neue Nahrung zuführte. So geschah es, daß es auch zu Ruhestörungen und Ausschreitungen gegen die Japaner und zu dem Versuch städtischer Behörden kam, die Kinder der eingewanderten Japaner von den Schulen auszuschließen. Wenn die amerikanische Zentralregierung anfänglich sehr entschieden auf seiten der Japaner stand, so änderte sich diese Haltung allmählich, wohl besonders nachdem ihr ein Erlaß des Kaisers von Japan von 27. Juli 1899 bekannt wurde, durch den Fremden, die keine vertragsmäßigen Rechte besaßen, der Aufenthalt im Lande außerhalb der Fremdenniederlassungen gestattet wurde, mit Ausnahme von Arbeitern, d.h. wie eine Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom folgenden Tage genauer erläuterte, von Leuten, die in Ackerbau, Fischerei- oder Bergwerkbetrieb, Bauhandwerk, Architektur, Fabrikarbeit, Speditions- und Fuhrmannsgeschäft, Güterpacken und ähnliche Arbeiten beschäftigt seien. So kam es zu einer Verständigung über die Einwanderungsfrage zwischen Japan und Amerika, durch die das erstere sich verpflichtete, die Einwanderung seiner Untertanen in beschränkteren Grenzen als bisher zu halten.

Amerikanischerseits sah man sich aber doch veranlaßt, teils um die eigene öffentliche Meinung zu beruhigen, teils um den anderen Mächten anzudeuten, daß die Vereinigten Staaten wohl imstande seien, ihre Ansprüche auf die Vorherrschaft im Stillen Meer aufrechtzuerhalten und auch gesonnen seien, dies zu tun, den größeren Teil der atlantischen Schlachtflotte der Vereinigten Staaten, 16 Panzerschiffe, zu denen einige Aufklärungsschiffe und eine Torpedozerstörerflottille stießen, im Herbst 1907 um das Kap Horn nach Kalifornien zu entsenden, wo sie sich mit weiteren zwei Panzerschiffen und einer Anzahl Kreuzer vereinigten und Japan und Australien sowie ein Teil des Geschwaders China besuchten. Das Erscheinen der Flotte, die nach der Erklärung der Regierung nur friedliche Zwecke verfolgte, wurde in Japan mit freundlicher Achtung, in Australien mit Begeisterung aufgenommen, da man dort ihr Erscheinen als den Ausdruck des Willens ansah, daß Australien der weißen Rasse erhalten werden solle und nötigenfalls dabei auf den Schutz der Vereinigten Staaten rechnen könne. Die infolge dieser Kreuzfahrt und der sie begleitenden Erklärungen der Vereinigten Staaten nachlassende Spannung zwischen ihnen und Japan fand ihren Ausdruck in einem Austausch von Noten zwischen dem Staatssekretär der Vereinigten Staaten Elihu Root und dem japanischen Botschafter in Washington K. Takahira, in welchen beide im Namen ihrer Regierung erklärten, daß die Politik derselben auf die Erhaltung des Status quo im Stillen Ozean und die Verteidigung des Prinzips der gleichen Gelegenheiten in Handel und Industrie gerichtet seien; sie seien daher gegenseitig entschlossen, ihre Besitzungen in diesen Gegenden zu respektieren, durch alle friedlichen Mittel die Unabhängigkeit und Integrität des chinesischen Reiches zu bewahren; und wenn Ereignisse einträten, welche die vorerwähnten Prinzipien bedrohten, würden die beiden Regierungen sich in Verbindung setzen, um zu einer Verständigung über die Maßnahmen zu gelangen, die zu ergreifen sie für nützlich ansehen könnten.