Syrien



 

Syrien, das Land wo das Mausoleum von Saladin steht, das Land wo noch aramäisch gesprochen wird, aramäich ist die sprache Jesus.

 

Es erstreckt sich von der Bagdadbahn im Norden bis zum See Tiberias im Süden und reicht im Nordosten bis an den Euphrat und Tigris.

Aus der schmalen Küstenebene führen mehrere Talfurchen durch das Gebirge zum Syrischen Graben. Die nördlichste von ihnen öffnet dem Orontes den Weg zum Meer: die alte Stadt Antiochia bewacht diese Durchgangsstraße. Noch wichtiger wurde die im Schnittpunkt der Straßen und an der Hedschabahn gelegene Stadt Aleppo (Haleb). Die von der Bagdadbahn abzweigende Hedschabahn führt über Homs vorbei an den gewaltigen Tempelruinen von Baalbeck zur Landeshauptstadt Damaskus. Sie liegt als Oase in einem Kranz von Ölbäumen,Dattelpalmen und Gärten mitten in einer wüstenhaften Umgebung. Zahlreiche Quellbäche des Antilibanon und des Hermon liefern das notwendige Wasser. Autostrassen und Karawanenwege gehen von hier durch die Wüste Mesopotamien.

Quelle: Länder und Völker Klett Verlag, 1950

Geschichte

Türkisch Suria, war bis 1918 türkisch. Auf der Konferenz von San Remo wurde Suria 1920 "unabhängiger Staat" unter französischem Mandat. Der Boden ist fruchtbar: Getreide, Wein, Maulbeerbaum, Ölbaum, Baumwolle, Tabak, Früchte. Der Libanon erreicht Höhen bis zu 3212 m, der Antilibanon 2759. Die Bevölkerung ist äußerst gemischt, meistens semitisch, eingewanderte Araber, Türken, Turkmenen -und Kurdenstämme; außer Mohammedanern viele Christen und Juden. Die Franzosen, die trotz starker Garnison mit häufigen Unruhen zu kämpfen haben, teilten das Mandatsgebiet in Staaten auf: Staat Aleppo, autonomes Gebiet der Alauiten, Großlibanon, Damaskus und der Drusenstaat des Hauran. Der von Beduinen bewohnte wüstenhafte Osten ist Militärterritorium. Der älteste Kulturstaat im nördlichen Syrien war das Reich Naharina oder Mitanni (16 und 15. Jahrhundert v. Chr.), das um 1400 v. Chr. durch die Hethiter vernichtet wurde. Später bildeten die Ureinwohner wieder mehrere Reiche. 64v. Chr. römische Provinz, 635 von Arabern erobert, 1099 bis 1187 im Besitze der Kreuzfahrer, dann wieder unter ägyptischen Sultanen, 1517 unter Herrschaft der Türkei.

Damaskus

Damaskus (arabisch Dimisch esch-Scham), bunt, laut, orientalisch, europäisch ist die Haupstadt des französischen Mandatsgebieta Syrien, am Fuße des Antilibanon, am Barada, an der Hedschabahn, etwa 260 000 Einwohner, zahlreiche Moscheen, Seidenindustrie, berühmt sind die damaszener Klingen. Schon zu König Davids Zeiten Residenz; 64 v. Chr, vom Pompejus erobert, dem oströmischen Reiche angehörig bis 635, wo es von den Mohammedaner erobert wurde, bis 750 Residenz des Kalifen. In den Kreuzzügen oft bestürmt, 1860 Schauplatz einer Christenniedermetzelung durch die Drusen, am 2. Oktober 1918 von Engländern genommen. Von Baalbeck führt der Weg in südlicher Richtung über den Antilibanon, das Almgebiet der Kamelherden. Obstgärten, Maulbeer -und Olivenhaine, Pinien -und Pappelwäldchen ziehen vorüber. Noch eine fruchtbare Ebene , und man schaut die "Blume des Paradieses" - Damaskus. Orient ist Licht und Farbe, Geschrei und Staub. Verläßt man den tosenden Sturm der Basare, so wird im Herzpunkt der Stadt die große Omaijamoschee erreicht. Sie war ursprünglich ein griechisch-römischer Tempel, wurde von dem Kaiser Arkadius (395 - 408) in eine christliche verwandelt und Johannes dem Täufer geweiht, dessen Haupt man hier aufbewahrte. Nach der Vollendung der Moschee soll Omaijade Walid gesprochen haben: "Ihr Damaszener hatten schon vier Weltwunder mehr als die übrige Welt: eure Luft, euer Wasser, eure Gärten und Früchte, ich gebe euch als fünftes die Moschee." Sie ist 200 m lang, 150 m breit, und mit zahlreichen kostbaren Säulen und Pfeilern geziert. Im christlichen Viertel bietet die Stadt noch manch Interessantes. Die Franziskanerkirche, der Paulusturm, die "Gerade Straße " und anderes.

Quelle: Mittelmeer, Völker und Kulturen von Otto Neubert 1935, Köster Verlag.

Im Liwan zu Damaskus
Fussball in Syrien


SunLine-Direct: Die Sonnenprofis!




© Copyright 2000 by JADU

www.jaduland.de

 

Webmaster