Kreta


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Ein Reisebericht vom Gisela Brandenburger 02.10.1999-16.10.99

Von Aghia Pelagia, unserem Urlaubsort kann man mit dem Linienbus nach Heraklion fahren. Wir haben eine Fahrt zur Westküste gebucht, fahren einmal nach Knossos und zur Südküste.

Fahrt zur Westküste.

Ganz Kreta ist gebirgig. Der höchste Berg des Ida-Gebirges ist 2.500 m hoch. Oliven und Wein, wohin man blickt. Die älteste Olivenpresse ist aus minoischer Zeit, also 2.500 Jahre alt. 30 Million Ölbäume gibt es auf der Insel.
(Man findet Onyx, Alabaster und Gips. Es wächst Zystos Kretikus = Harz = Weihrauch, Maulbeerbäume und die herrlichen Blumen.)
Die Oliven sind Bäume für die Ewigkeit. Sie werden über 2.000 Jahre alt und tragen jedes Jahr Früchte.
Unsere Fahrt führte uns zur Bucht von Bali. 13km Sandstrand, einmalig auf der Insel. Von dort fuhren wir zur Kloster Arkadi, einem Heiligtum der Kreter. Hier fand 1866 ein entsetzliches Blutbad statt. 900 Kreter hatten im Kloster Schutz gesucht. 1.500 Türken töteten alle kretischen Männer. Die Frauen und Kinder sprengten sich selbst in die Luft. Jetzt leben in dem Kloster nur noch 5 Mönche. Wir aßen leckeren Honig mit Joghurt.
Die nächste Station war die Stadt Charia, zweitgrößte Stadt Kretas. Den "weißen Bergen" sind sanfte Hügel und landwirtschaftliche intensiv genutzte Ebenen vorgelagert. In der Altstadt venezianische und türkische Häuser, man fühlt sich fast wie in Venedig.
Der große Hafen mit dem venezianischen Leuchturm ist für moderne Schiffe zu flach. Viele kleine Cafes und Tavernen laden zum Verweilen ein.
Die letzte Station unserer Fahrt war die Stadt Rethymnon. Sie teilt sich Rang einer Universitätsstadt mit Heraklion und Charia. Die Hafenanlagen stammten aus der Zeit der Venezianer und sind für den heutigen Verkehr nicht ausreichend.
Ein neuer Hafen ist im Entstehen.Von hier geht das Fährschiff nach Piräus.
Wir besuchten die Markthalle, die orientalisch anmutet und fanden erstaunlich gut sortierte Handarbeitsgeschäfte.
( Viele junge Frauen sticken aufwendige Decken.)
Die Stadt ist voller Leben. Überall Menschen, Autos, Waren und viele Motorräder.

06.10. Wir sind mal wieder in Heraklion.
Die Fahrt mit dem Bus kostet hin und zurück ca. 10 DM. Es ist entsetzlich heiß.
Wir suchen schattige Straßen und schauen uns die Auslagen in den Geschäften an. Dann besichtigen wir die Titus Kathedrale. Titus war der Schüler des Apostels Paulus und erster Bischof der Insel.
Auch in der Agio Markos Kirche, bestaunen wir die Ikonen. Die 1239 erbaute, älteste venezianische Kirche der Stadt dient heute als Konzert- und Ausstellungsraum. Sie liegt direkt am Platz mit dem Morosini-Brunnen. Das Wahrzeichen Heraklions wurde 1628 vom Stadthalter Morosini gestiftet, um die Wasserversorgung der Stadt zu verbessern.
(Vier wasserspeiende Löwen zieren den Brunnen.)
Ein eindrucksvolles Gebäude ist auch die Loggia. Das Logenhaus war der Treffpunkt des venezianischen Adels und dient heute als Rathaus.
In der Nähe des Hafens finden wir eine deutsche Buchhandlung und stöbern fröhlich im Angebot.
Um 14.30 Uhr fahren wir nach Aghia Pelagia zurück. Auf unserem Balkon aßen wir die Reste vom Vortag ( wir hatten uns Nudeln gekocht.)
Dann war Ruhe angesagt.
07.10 Heute wollen wir unseren Ferienort erkunden. Es wird wieder sehr warm, 30°- 32°, es ist windig.
Zum Meer, mit der hübschen, kleinen Badebucht , müssen wir ein Stück Straße entlang gehen.
Viele kleine Geschäfte sind auf Tourismus eingestellt und locken mit Textilien, Schmuck und Keramik zum Kauf.
In einem kleinem Cafe trinken wir ein Milch-Shake und geniessen die hübsche Aussicht auf das blaue Meer, mit vielen kleinen und großen Booten.
08.10. Fahrt nach Knossos.
Unsere Fahrt beginnt um 07.50 Uhr mit dem Bus bis Heraklion. Dort Stadtbesichtigung: Titus-Kirche-Bischofssitz-Markus-Basilika-Ikonenaustellung-Minas-Kathedrale und Löwenbrunnen.
Am Hafen das Fort und das Arsenal für den Schiffbau der Venezianer.
Heraklion hat heute 130.000 Einwohner. Das Archälogische Museum zeigt die größte Sammlung minoischer Funde der Welt.
Die Objekte erzählen aus dem Leben der Menschen auf der Insel vor über 3.500 Jahren.
Kleine Fayance-Plättchen zeigen Nachbildungen der Hausfassaden, es gibt eine große Anzahl von Siegeln für Männer und Frauen, schönen Schmuck und Tonmodelle von Schiffen.
Die Kultgefäße: Rhyton- von fließen, sind konisch geformt und wurden mit Öl, Wein oder Blut gefüllt. und bei den rituellen Handlungen voran getragen. Bei Bedarf ließ man den Inhalt auf die Erde fließen.-Öl z. b. zum Ölbaum, damit er zur Ernte noch mehr Früchte trägt.
Gezeigt wurden auch 1- 1 1/2 m hohe Vorratsvasen - Pishoi Amphoren- die bei Ausgrabungen gefunden wurden. die Doppelaxt symbolisiert die göttliche und politische Macht. Es gibt sie im Museum in allen Größen!
2 m hoch als Statussymbol, kleinere als Werkzeuge und zierliche als Schmuckstücke, dann aus Edelmetall.
Die Erdgöttin mit der Schlange steht für Unsterblichkeit. Ist eine Göttin mit einen kleinen Sohn auf dem Arm dargestellt, so ist das der Gott der Vegetation. er ist sterblich.
Alle Göttinnen werden mit unbekleideter Brust dargestellt. Alle anderen Frauenstatuen, auch Priesterinnen, sind bekleidet.
Ein ganz besonderes Exponat ist der bei Festos gefundene Diskus. (Diskus = rund = Diskette.) Er ist spiralförmig mit Hieroglyphen bedeckt.
Die Schrift konnte bis heute nicht entziffert werden. Auch die Tontafeln mit der Linearschrift A ist nicht entziffert. Linearschrift B wurde 1952 entschlüsselt.
Es gab zu minoischer Zeit bereits Tinte ( Tintenfisch.) Wunderschön ist auch die kleine Statuette, die einen Akrobaten darstellt, wie er bei den Stierfesten auftrat. In einem anderen Raum wurden Särge gezeigt. Sie waren aus Kalkstein und reich bemalt. Auch Badewannen und große Vorratsgefäße wurden als Särge benutzt. Die Menschen wurden in der Lage eines Fötus begraben. - Die Särge sind daher verhältnismäßig klein.
Die Kretionischen Stämme waren die Ioner, Mykäner ( Bronzezeit ), Dorer ( Eisen ).
Nach einem Stadtbummel in Heraklion fuhren wir nach Knossos, zum Palast des Königs.
Er wurde von dem Engländer Evans ausgegraben. Evans geb. 1855, gest. 1948 in Knossos. Es war sein Lebenswerk.
( Wenn auch heute seine Ausgrabungsmethoden umstritten sind, er hat z.B. Beton zur Stabilisierung benutzt, um weitergraben zu können, so ist es doch eine große Leistung.)
Der Palast von Knossos steht auf einen 22.000qm großen Areal. 2.000 Menschen bevölkerten den Palast. Sie wohnten aber nicht alle in ihm, sondern auch in dem ganz in der Nähe befindlichen Dorf.
Der Palast wird auch das Labyrinth genannt, denn die in mehreren Ebenen angeordneten Zimmer scheinen in ihrer Vielzahl unübersehbar. Es gibt zwei Thronsäle. Der Thron selbst erscheint uns heute eher schlicht. Vor dem Thron befand sich ein Becken mit Schlangen, als Symbol der Weisheit und Macht. Der König war oberster Gott, oberster Priester, oberster Herrscher und oberster Richter. Es gab Schlafzimmer für den König und für die Königin, Empfangsräume, Räume für religiöse Handlungen und Räume für die Priesterinnen. Es wurden 17 Vorratskammern gefunden, mit z.T. wunderschön verzierten Gefäßen für Lebensmittel ( mannshohe Pithoi als Lagergefäße ).
Es gibt noch heute sichtbare und von uns begehbare Prozessionswege, eine intakte "Wasserleitung". Das Regenwasser wurde in Zisternen gesammelt, das Abwasser durch tiefe Rinnen, die abgedeckt wurden, in einen Fluß geleitet und floß dann ins Meer.
Die Königin hatte sogar eine Toilette mit Wasserspülung und das 2.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Auf dem Hof des Palastes fanden Stierfeste statt, dabei zeigten Akrobaten ihre Kunst. Als besondere Mutprobe galt der Salto auf dem Rücken des Stieres. ( Abb. gibt es auf Vasen und als Wandmalerei ).
Der Stier war ein heiliges Tier. er wurde der Göttin geopfert. Stiere wurden nicht auf der Insel Kreta gezüchtet. Sie wurden aus Ägypten eingeführt. Die Kreter trieben Handel.
Aus Ägypten kamen auch Gold, Elfenbein und die Stiere.
Auf der Palastanlage steht auch das Zollhaus. Hier mußten die Kaufleute die Waren vorzeigen, die ein - oder ausgeführt werden sollten. Sie wurden taxiert, daneben gab es das Badehaus, in dem sich die ausländischen Kaufleute reinigen mußten, bevor sie den König zu Verhandlungen sprechen durften.
Getauscht wurde Ware gegen Ware oder Ware gegen Landeswährung. Ein Talent ist ein Zahlungsmittel in Form einer ca. 60 x 60 cm großer Bronzeplatte, ( im Museum zu besichtigen ) ähnlich unseren heutigen Goldbarren im Wert.
Ein kretischer Mythos berichtet:
" Poseidon schenkte dem König "Minos" = König einen wunderschönen weißen Stier. Er war als Opfergabe bestimmt. Der König weigerte sich, daß herrliche Tier zu opfern. Er nahm statt dessen einen alten Stier. Die Strafe der Götter war schrecklich.
Die Königin Pasiphea wurde von einer übergroßen Liebe zu dem schönen Stier erfaßt. Sie ließ sich von dem Baumeister Dadalas eine hölzerne Kuh bauen, in der sie ihrer Liebe mit dem Stier leben konnte. Diese Verbindung enstammte der Minotauros. ein Mensch mit einem Stierkopf. König Minos schämte sich für die Mißgeburt und ließ den Minotauros im Labyrinth gefangen halten. Das Ungeheuer ernährte sich von Menschenfleisch. Da die Athener vom König Minos besiegt worden waren, mußten sie alle sieben Jahre sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen nach Kreta liefern.
Getötet wurde das Ungeheuer schließlich vom athenischen Königssohn Theseus, der sich mit Hilfe des Ariadnefadens aus dem Labyrinth herausfand. ( Ariadne war die Tochter des Königs Minos. sie hatte Mitleid mit Theseus und gab ihm einen langen Faden, den er dann zu einem Knäuel aufwickelte). So weit die Fama.
Alles was wir über den Palast und das Leben der Menschen in minoischer Zeit wissen, beruht auf Vermutungen.
Der ganze Komplex des Herrschafts-Verwaltungs- und Kulturzentrums von Knossos zwischen 2.000 und 1.450 vor Chr. bestand aus 1.400 Räumen.
Einige Gebäude waren bis zu vier Etagen hoch. Das Zentrum bildete der 53 m lange und 28 m breite Zentralhof, der auch der Endpunkt prachtvoller Prozessionen war. Es gibt ein kleines Theater und eine Schautreppe auf der 500 Menschen Platz fanden. Es wurden Werkstätten der Töpfer und Steinschneider gefunden. Der Palast hatte keine Befestigungsmauer, aber vielleicht Wachtürme. So viel über Knossos.
11.10.99 Fahrt zur Südküste
Unsere Fahrt führte uns zuerst nach Gortis. Die Stadt liegt zwischen Heraklion und Festos, und war die erste Inselhauptstadt Kretas.
Die Bevölkerung war in drei Klassen eingeteilt.
1. die Asti, die Bürger
2. die Kaufleute, sie hatten kein Stimmrecht
3. die rechtlosen Sklaven
Wir sahen die Reste der Titus-Basilika aus dem 6. Jahrhundert v Chr. Der heilige Titus war der erste Bischof der Insel. An ihm war der im Neuen Testament enthaltene Brief des Apostel Paulus ( Titus- Brief ) gerichtet.
Über die antike Agora ( Markplatz ) kommt man zum römischen Odeon, einem kleinem Musiktheater.
der Sage nach, wurden dem König, von Zeus die Gesetze diktiert. 500 vor Chr. gab es auf Kreta bereits geschriebene Gesetzestafeln. Sie wurden von den Römern geschätzt und inhaltlich z.T. übernommen. Es sind die ersten/ältesten Gesetze in Europa. Sie zeugen von der hohen Kultur der Kreter.
Überdacht und hinter Gittern, sahen wir dann 12 - der wohl ehemals 20 - Gesetzestafeln. ( 17.000 Buchstaben).
Sie regelten das Zivil- und Strafrecht der dorischen Stadt. Ein einzigartiges Zeugnis antiken Rechtswesens. Der Text ist einmal von links nach rechts und dann von rechts nach links geschrieben. Es herrschte das Matriachat. Das Erbrecht war geregelt. 2/3 der Erbmasse bekamen die männlichen Erben, 1/3 die Mädchen. War nur ein Mädchen Erbin, bekam sie das ganze Vermögen, wenn sie einen Onkel oder Neffen heiratete.
Bei der Vergewaltigung einer Jungfrau mußten 100 Talente gezahlt werden. Fand die Vergewaltigung am Tage statt, weniger. Auch für eine verheiratete Frau wurde die Strafe geringer. Bei einer Sklavin ging der Mann straffrei aus. Nach der Christianisierung im 5/6 Jahrhundert, Änderung in das Patriachat.
Dann gingen wir zur heiligen Plantane. Während alle Plantanen, es sind ja Laubbäume, ihre Blätter im Herbst verlieren, ist dieser Baum stets und ständig belaubt. Zeus, der auf der Insel Kreta geboren wurde, als Stier die Europa raubte, soll unter diesen Baum seine Hochzeit mit Europa gefeiert haben. Er zeugte mit Europa drei Söhne, die später als Könige in Knossos, Festos und Malien ihre Paläste hatten. Zeus kam alle neuen Jahre auf die Insel und ist auch auf Kreta gestorben. Ein gewaltiger Berg, der das mächtige, erhabene Profil eines Mannes zeigt, soll seine Todesstätte sein. Der Berg ist bei Heraklion vom Bus aus zu sehen.
Von Gartis fuhren wir nach Festos, wo wir den zweiten minoischen Palast besuchten. Er ist terrassenförmig auf einem niedrigen Höhenrücken ausgelegt. Wie auch in Knossos gruppieren sich die Gebäude um einen Zentralhof. Es sind aber nur Reste des West- und Nordflügels erhalten. Die beiden anderen Flügel wurden beim 2. Erdbeben 1450 vor Chr. zerstört. von einer 13 m breiten und 20 m langen Freitreppe, sie stammt noch aus der Altpalastzeit, konnten die Dorer und ihre Gäste bei den kultischen Handlungen zuschauen. Die Treppe hat trotz ihrer Länge von 20 m nur acht Stufen. Die Menschen saßen im Schneidersitz.
Verehrt wurden die Göttin Gaia - Mutter Erde. Ihr Sinnbild: Der Baum. Seine Wurzeln reichen in die Erde, es sind die Füße. Sein Stamm ist der Körper und die Zweige sind die zum Himmel gereckten Arme/Hände. Der Göttin zugeordnet sind Schlangen. Sie wurden im Heiligtum der Göttin mit Milch und Honig gefüttert. Es gab sogenannte "Schlangenhäuser" Rohre, in denen die Schlangen schlafen konnten. ( Die Rohre sind im Museum in Heraklion zu besichtigen ).
Auf Festos wurde auch der Diskus gefunden, den wir in Heraklion gesehen hatten. ( Hieroglyphen nicht entziffert ).
Die Tafeln mit der Linearschrift sind zum teil auf Festos gefunden worden. Auf beiden Tontafeln sind die gleichen Zeichen. Nur Linear b ist entschlüsselt, Linear a ist eine andere Sprache.
Die Zeichen für Zahlen konnten gedeutet werden: 1 = i, 10 = - , 100 = O , etc.
Man fand Tontafeln in den Vorratskammern auf denen die Mengen an Lebensmitteln, auch Sklaven aufgelistet waren. Auf Festos fand man mehr Vorratskammern als auf Knossos. Festos liegt in der fruchtbaren Messari Ebene. Alles wuchs in Überfluß. 3-4 Ernten im Jahr sind möglich. Ölbäume, Wein, Gemüse ... Handel wurde unter anderem mit den afrikanischen Ländern getrieben. 300 km trennt Kreta an dieser Stelle von Afrika. es gab den Tauschhandel, aber auch , eine Landeswährung: Talente.
Im Theater wurde besonders das Frühlingsfest gefeiert. - Musik, Tänze, auch Bauchtanz. Zu diesem Fest zeigte sich die Königin einmal im Jahr dem Volk als Göttin "Mutter Erde".
Das Wort Theater bedeutet: " Ich darf Gott anblicken, Gott schauen". Es hat den gleichen Wortstamm wie Theologie.
Dann fuhren wir vorbei an dem Bergdorf St. Barbara, durch die fruchtbare Messari Ebene zum Mittagessen. Die Messari Ebene ist 40 km lang und 12 km breit. Sie liegt zwischen dem Ida und dem Sternengebirge. Schon Homer, sowie Platon beschrieben diese herrliche Gegend.
Mittagessen und Einkaufsbummel in Matala. Matala war in den 60er Jahren als Paradies für Hippies bekannt geworden. Sie lebten in den im Kalkfelsen vorhandenen Grotten. Diese Grotten gibt es schon seit der Steinzeit. Die Bucht mit dem hübschen Badestrand gefiel uns gut. In einer Taverne aßen wir griechischen Salat, der sehr lecker schmeckte. Weiter ging es mit dem Bus zum großen Bergdorf Spili. Hauptsehenswürdigkeit ist ein venezianischer Brunnen mit Löwenköpfen als Wasserspeier. Das Wasser kann getrunken werden und schmeckt sehr gut.
Wieder überraschten uns die vielen gestickten und gehäkelten Decken, die dem Touristen zum Kauf angeboten werden. Vorbei an Rethymnon ging es zu unserem Hotel. ( Rethymnon hatte im 2. Weltkrieg ein KZ ). Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende.
Homer, der Grieche - 9 v Chr. und Platon, berichteten von den Mythen und Sagen der Kreter, aber auch von dem Leben dieses stolzen Inselvolkes. In Kreta wurde der Maler "El Greco" geboren, der dann in Spanien lebte. Der Komponist Theodorakis und der Schriftsteller des " Alexis Sorbas " stammen ebenfalls aus Kreta. Kreta ist heute mitglied der E.U. und auf Grund seiner strategisch wichtigen Lage Nato - Stützpunkt. Kreta gehört zu Griechenland, es gibt aber Bestrebungen zur Autonomie. Sie werden kritisch gesehen.

Geschrieben von Gisela Brandenburger

E-Mail an G. Brandenburger

 



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