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Portugal
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Die große Vergangenheit Portugals offenbart nicht der Blick auf die Landkarte, zumindest nicht gleich der erste das Land ist kaum größer als Bayern. Doch seine Lage an der Westküste der Iberischen Halbinsel, dieses scheinbar der "Neuen Welt" entgegenwuchernde Stück Europa, erinnert an die glorreiche Zeiten der Kolonialmacht Portugal, deren Imperium einst den Globus umspannte, von Brasilien über Afrika bis ins fernöstliche Macau. Portugal, das ist im Norden eine üppige, saftig-grüne Landschaft. Die Südprovinzen sind dagegen karge Schönheiten, jedoch fruchtbar genug für die knorrigen Olivenbäume, dunkle Flecken auf der leuchtenden, rötlichen Erde. Wo der Tejo in den Atlantik mündet, liegt das politische und kulturelle Zentrum der Portugiesen: Lissabon. Zahlreiche Baudenkmäler künden hier von der verflossenen ökonomischen und politischen Macht. Einen verruchten Charme versprühen die engen düsteren Gassen der Altstadt, der Alfambra. |
Aus Portugal: eine Reisebeschreibung
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Etwa vom neunten bis zum siebten Jahrhundert v.Chr. siedeln sich zunächst die Phönizier, dann die Griechen auf der Iberischen Halbinseln an; die Westküste bewohnen die Lusitanier. Sie werden zunächts bon den Karthager im Laufe des dritten Jahrhunderts v. Chr. und später von den Römern vertrieben, die 139 v. Chr. mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel beginnen und und sie dann bis in den kleinsten Winkel verwalten. Im fünften Jahrhundert fallen die "Barbaren", also die Germanen, ein und von den stolzen römischen Städten bleiben nur Ruinen übrig. Im Jahre 711 setzen die Mauren aus Nordafrika bei Gibraltar über und lassen sich auch auf dem Territorium des heutigen Portugal nieder. Eine Epoche des Wohlstands setzt ein, in der die Mauren tolerant regieren und ihre Kultur verbreiten. Sehr bald jedoch ist die Christenheit von dem Gedanken der Reconquista besessen. Unter anderen nehmen auch fränkische und burgundische Ritter an dieser Art von Kreuzzug teil, so auch Heinrich von Burgund, der die Tochter Alfons VI. von Kastilien heiratet. Als Brautgabe erhält er die Grafschaft "Portucalensis" und wird so 1097 Graf von Portugal. Sein Sohn und Nachfolger Alfonso-Henrique erklärt sich nach dem sieg über die Mauren in Ourique 1179 zum König von Portugal. Er gründet das Haus von Burgund, das bis 1383 an der Macht bleibt. Nach der Rückeroberung von Faro 1249 verlassen die Mauren endgültig die Algarve, und seit 1297 besitzt Portugal dieselben Grenzen wie heute.
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