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Gerupfter Strauße

In Afrika, der Heimat der Strauße, ist die künstliche Straußenzucht seit dem Anfang der achtziger Jahre vorigen Jahrhunderts zu einem immer mehr aufblühenden Handelszweig geworden. Auch in Deutsch-Südwest ist man seit kurzem dem Beispiel der Engländer gefolgt — besonders Otjikondo, ein Gebiet von 8 200 Hektar, ist ganz für die Aufzucht dieser edeln Vögel eingerichtet worden. Früher wurden nur die Federn wilder Strauße gehandelt, die sich aber an Schönheit mit denen der gezüchteten nicht entfernt messen können, da man es bei der Aufzucht in der Hand hat, die Federn gerade dann zu ernten, wenn sie im schönsten Stadium sind. Da der Strauß in einem Jahr zwei- bis dreimal ja 10 - 16 Eier legt und bei rationeller Aufzucht nur ein Verlust von 10 v. H. gerechnet wird, liegt es auf der Hand, daß die Zucht sehr lukrativ sein kann.

Quelle:Die Gartenlaube; Ernst Keil´s G.m.b.H.; Leipzig 1911;© Thomas Trommer; JADU; 2003