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Raubwild und Dickhäuter
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Dickhäuter
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Gewaltig ist der Reichtum an Dickhäutern in Deutschostafrika, die allerdings die großen Heerstraßen, auf denen Europäer oder ihre Karawanen entlang ziehen, verlassen haben. Bedingungen für alle ist das Vorhandensein reichlichen Wassers. Frisches Gras, Schilf und Laubwerk ist ihre Hauptnahrung, und namentlich in der Trockenzeit sind diese Genüsse an fließendes oder stehendes Wasser gebunden. Allerdings treten die Dickhäuter zeitweise auch große Wanderungen an, so daß man sie in Gebieten antrifft, in denen sie ihre Lebensbedingungen auf die Dauer nicht finden. Stets halten sie sich aber dort nur vorübergehend auf, seien es Nashörner und Flußpferde, z. B. wenn sie nach einem anderem Weidegrund Umschau halten, oder Elefanten, wenn ihre Naschlust sie treibt, Borassuspalmen oder Bäume in der Zeit der Fruchtreife abzuernten. Plump und unbeholfen scheint uns ihr massiger Körper, der in der Natur eine ganz andere Größe erreicht als bei noch so sorgfältigster Pflege und reichlichster Nahrung in der Gefangschaft. Jedoch mit welcher Behendigkeit entgegen dem täuschenden Anblick durchqueren sie die für kleineres Wild und Mensch kaum gangbaren Dickichte, die diesen nur auf ihren Pfaden ein Vorwärtskommen gestatten! Dornendickichte und üppig wuchernde Schlingpflanzen, die die Gebüsche förmlich verfilzen mit ihren frischen und abgestorbenen Ranken, durchschreiten sie wie weiches Gras. Wenn auch lautes Gekrach damit verbunden ist, den Kolossen selbst ist eine Anstrengung nicht anzumerken. Quelle: Raubwild und Dickhäuter in Deutsch-Ostafrika,Hans Besser, Kosmos Gesellschaft der Naturfreunde 1916, Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, von rado, © Jadu 2000. |
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Dickhäuter
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