
China - Boxeraufstand
Bilder vom Tage
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Auf dem Chinesischen Kriegsschauplatz hatten die Verbündeten am 28. Oktober den letzten großen Waffenerfolg aufzuweisen, die Eroberung von Tsekingkuan, die hauptsächlich dem schneidigen Vorgehen des Majors von Förster. Kommandeur des 2. Bataillons vom 2. Ostasiatischen Infanterieregiments, zu danken ist, der die Vorhut führte. Die deutschen Truppen in China haben durch diesen Sieg ihre Lorbeeren um ein neues Blatt des Ruhms bereichert, glücklicherweise, ohne so zahlreiche Verluste an Menschenleben beklagen zu müssen, wie sie beispielsweise der Sturm auf die Peitangforts am 19. und 20. September forderte; diese Eroberung war durch treffliche Verteidigungsmaßregeln der Chinesen anfangs selbst in Frage gestellt worden, und erst am zweiten Tag gelang es, die Befestigungen unter schweren Verlusten im Sturm zu nehmen; reiche Beute und viele Fahnen lohnten den hartnäckigen Mut der Sieger. In die Schreckenstage der Belagerung in Peking versetzen uns die beiden Abbildungen. Während die Eingeschlossenen der deutschen Gesandtschaft Barrikaden zum Schutz gegen die chinesischen Angriffe bauten, suchten die Mitglieder des Tsung - li - Yamen stets auf neue durch ihre bezopften Unterhändler die Belagerten zum Aufgeben ihres Zufluchtsorts zu bewegen, doch traute man ihren Zusicherungen zum Glück nicht. Die Bilder illustrieren uns die durch die Verhältnisse zwar sehr erschwerte, aber treffliche Fürsorge der Verwaltungsbehörde, der die Ausrüstung und Verproviantierung unserer Truppen in China obliegt. Die durch eine Kommission in Kalifornien angekauften Pferde werden in San Francisco in Abteilungen von je achthundert auf Dampfern verladen, die zu dem Zweck sorglich mit Stallungen, Unterkunftsräume für Fütterungsmaterial usw. versehen worden waren. Mit der Beschaffung der Schlachtiere, deren das ostasiatische Expeditionskorps eine große Anzahl bedarf, wurde Herr John Hagenbeck in Colombo betraut, der bereits einen Transport von fünfhundert Ochsen auf dem Dampfer "Cassius" nach Taku eingeschifft hat. Quelle: Die Woche 1900, von rado jadu 2002 |
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