
China - Boxeraufstand
Die Lage in China
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Die Lage in China hat sich noch nicht geklärt, aber es scheint beinahe, als ob die Hoffnung gerechtfertigt wäre, daß man dem Ende der Wirren um einen Schritt nähergekommen sei. Der an Kaiser Wilhelm gerichtete Brief des Kaisers von China, worin dieser seinem Bedauern über die Ermordung des Barons von Ketteler Ausdruck gibt und zur Sühne Opfer verspricht, läßt darauf schließen, daß in maßgebenden chinesischen Kreisen endlich die bessere Einsicht an Boden gewinnt. Die Antwort unseres Kaisers wird ihnen andererseits die Augen darüber öffnen, daß sie nicht hoffen dürfen, leichten Kaufs davon zu kommen, daß Deutschland vielmehr bei aller Friedensliebe nicht ruhen wird, bevor die Schuldigen besraft sind. Dementsprechend wird auch der Vormarsch der deutschen Truppen fortgesetzt. Vom Kriegsschauplatz sind neu belangreiche Nachrichten nicht eingelaufen, und der Blick verweilt noch bei den hinter uns liegenden großen Ereignissen, insbesondere auch bei der Erstürmung der Takuforts. Von den Verwundeten sind bekanntlich die ersten schon in der Heimat wieder eingetroffen, andere verweilen noch im deutschen Hospital in Yokohama, unser Bild gibt eine anschauliche Darstellung ihrer Überführung von dem Lloddampfer "Köln" in das Krankenhaus, in das sie, auf Genesung hoffend, gebracht wurden. Die Bilder sind neben den Deutschen auch den Japanern, Engländer und Russen gewidmet. Quelle: Die Woche 1900, von rado jadu 2001 |
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