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China - Boxeraufstand

Schauplatz II

Auf dem chinesischen Kriegsschauplatz ist seit den Kämpfen um Itschau und Tselingkuan, bei denen sich außer Major Förster auch Major Wyneken und Oberleutnant Wachs durch hervorragende Tapferkeit auszeichneten, nichts von Bedeutung mehr vorgefallen, und es hat fast den Anschein, als sollten die Friedensverhandlungen demnächst zum Abschluß kommen.

Ohne Zweifel haben die früheren Waffentaten der verbündeten Truppen, nicht zum mindesten der blutige Sturm auf die Peitangforts, bei dem vorzüglich die österreichischen Seesoldaten unter Leutnant Schusterschitz und Schiffsfähnrich Trapp hervortaten, die Wirkung gehabt, die Chinesen einzuschüchtern und zum Frieden geneigt zu machen.

Dazu trägt auch die Einigkeit der bunt zusammengewürfelten Truppen der Verbündeten, von denen unsere Abbildungen einige charakteristische Typen bringen, viel bei. Willig ordnen sie sich dem Oberkommando des Feldmarschalls Waldersee unter, und bei seiner Ankunft in Tientsin am 27. September wurde ihm von seiten der Österreicher, Italiener, Franzosen, Russen und Japaner ein glänzender militärische Empfang bereitet, bei dem vor allem das herzliche Einvernehmen zwischen Deutschen und Franzosen einen wohltuenden Eindruck hervorrief.

Daß der Dreibund auch in China fest zusammenhält, dafür gibt das humoristische Gruppenbild einen neuen überzeugenden Beweis.

Quelle: Die Woche 1900, von rado jadu 2001

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