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Kiautschou
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Die Auslandsschiffe Um unsere vielseitigen und weitverzweigten Interessen in Ostasien wirksam und zielbewußt zu schützen, sind die dorthin befehligten Schiffe, Kreuzer und Kanonenboote zu einem Geschwader vereinigt, das kurz das Kreuzergeschwader heißt. An der Spitze desselben steht als Geschwaderchef ein Konteradmiral, dessen Stab sich aus einem Kapitän zur See als Chef des Stabes, zwei Kapitänleutnants als Admiralstabsoffiziere, einem Oberleutnant zur See als Flaggleutnant, einem Marineoberstabsingenieur als Geschwaderingenieur, einem Marineoberstabsarzt als Geschwaderarzt, einem Marinestabszahlmeister als Geschwaderzahlmeister und gleichzeitig Geschwadersekretär sowie einem evangelischen Geschwaderpfarrer zusammensetzt. Dem Geschwader ist ein Kriegsgericht sowie ein Marineschiffbaumeister beigegeben, der auf der Tsingtauer Werft die Ausbesserung der Schiffe zu leiten hat. Das Kreuzergeschwader besteht gegenwärtig aus dem großen Kreuzer "Scharnhorst" als Flaggschiff, dem großen Kreuzer "Gneisenau" sowie den kleinen Kreuzern "Nürnberg", "Leipzig" und "Emden". Außerdem sind dem Kreuzergeschwader die sämtlichen übrigen Schiffe und Fahrzeuge der ostasiatischen Station unterstellt, zurzeit die Kanonenboote "Iltis", "Jaguar", "Tiger" und "Luchs", die Flußkanonenboote "Tsingtau", "Vaterland" und "Otter", sowie die Torpedoboote "Taku" und "S 90". Als Begleit- und Transportdampfer endlich dient das frühere Handelsschiff "Titania". Während auf der ostasiatischen Station zahlreiche Schiffe vorhanden sind, die unter einem gemeinsamen Befehl stehen, sind die sechs übrigen Stationen, in die nach der allerhöchsten Kabinettsorder vom 3. Mai 1910 die außerheimischen Gewässer eingeteilt sind, nur von einzelnen Schiffen besetzt. Wo sich mehrere Schiffe auf derselben Station befinden, versieht der älteste Kommandant den Dienst als ältester Offizier der Station und hat die Verwendung der zur Station gehörigen Schiffe zu regeln. Die auswärtigen Stationen sind gegenwärtig wie folgt besetzt:
Quelle: Deutschland zur See, Bernhard Teusch-Lerchenfeld, Ernst Wiest Nachf., Verlagsbuchhandlung, 1912, von rado jadu 2000 |
Information zur Kaiserlichen Marine
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Eine Ruhmestat der deutschen Flotte vollbrachte das deutsche asiatische
Kreuzergeschwader, das im Sommer 1914 aus den großen Kreuzern
"Scharnhorst", "Gneisenau", und den kleinen Kreuzern
"Leipzig", "Nürnberg" und "Emden"
bestand. Am 1. November 1914 siegte das Geschwader, nachdem auch die
"Dresden" hinzugekommen war, an der chilenischen Küste
bei Coronel über die Engländer. Das englische Geschwader,
das aus den Kreuzern "Good Hope", "Monmouth" und
"Glasgow" bestand wurde von den deutschen unter dem Grafen
von Spee besiegt und versenkt; nur die "Glasgow" entkam. Am
8. Dezember bei dem Versuch eines Handstreiches auf die Falklandinseln
stößt das deutsche Geschwader auf eine englische Übermacht,
wobei die deutschen Schiffe "Scharnhorst", "Gneisenau",
"Nürnberg" und "Leipzig" mit wehenden Flaggen
sinken, Admiral Spee, seine beiden Söhne und die ganzen Besatzungen
versanken.
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