Der Kilimandscharo, von der Lendjorosteppe
aus zu Beginn der Regenzeit gesehen. Über die Massaisteppe erhebt
sich der
doppelgipflige Kilimandscharo zu 6 000 m. Von seinem höhern Gipfel
reicht eine Firnkappe bis 4 500 m. Der längst erloschene
Vulkan bedeckt in fast kreisrunder Form eine Fläche, die einundeinhalb
mal so groß ist wie der Harz. Er ist, wie seine
Schluchten und Furchen dartun, der Zerstörung durch die Verwitterungskräfte
stark ausgesetzt. Zu beginn der
Regenzeit schmückt sich die Steppe mit frischem Grün. Im Garten
der Missionsstation prangen großblättrige Bananen
und Sykomoren. Über der rötlichen Lateritboden der Steppe führt
vorbei an Termitenhügeln, Dornbüschen,
Schirmakazien, und Affenbrotbäumen der Karawanenpfad, der auch den
kleinsten Hindernissen ausweicht. An dem
Affenbrotbaum ist von Eingeborenen zur Gewinnung des Honigs der wilden
Bienen eine Röhre aufgehängt.
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