Bis zum Kriege lieferten deutsche Farmer aus unseren geraubten Kolonien viele "Kolonial Waren" wie Bananen, Kaffee, Tee, Kakao,
Erd - und Kokosnüsse, und Reis, aber auch Palmöl, Pflanzenfett, Mais, Fischkonserven, dazu Wolle, Baumwolle, Sisalfaser, Häute, Felle sowie die verschiedensten Erze und Metalle für unsere Industrie.
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Wachsende Überbevölkerung und daraus folgender Nahrungsmangel veranlaßte junge kraftvolle Völker, Kolonien zu gründen, d.h. ihre Jungmannen von Zeit zu Zeit auf Landerwerb in die Fremde zu schicken, auf "Wiking", wie die Nordgermanen das nannten, damit die Jungen "Männer für sich" würden. "Siedlungkolonien" sind so die älteste Form kolonialer Gründungen. In dieser Weise haben die ursprünglich im südlichen Skandinavien beheimateten Germanen den Raum des späteren Deutschen Reiches kolonisiert, die Griechen
den südlichen Balkan, die Römer Italien.

Zur Siedlungskolonie gesellt sich, sobald ein Volk eine gewisse Kulturstufe erreicht hat, nicht selten eine Handelskolonie. Sie dient dazu, fehlende Rohstoffe oder sonstige Erzeugnisse der Fremde dem Mutterlande auf dem gesicherten Wege des Handels zurückzuführen. Solcher Art waren im Altertum vornehmlich die Kolonie der Phönizier, der "Engländer des Altertums". Sie hatten Kolonien auf Inseln des Mittelmeers, an der Küste Nordafrikas und Spaniens. Ihre Erbschaft traten die Griechen an, die im 8. und 7. Jahrhundert vor der Zeitrechnung besonders auf Sizilien und in Unteritalien zahlreiche Handelskolonien — "Großgriechenland" — gründeten.

Die Griechen verloren ihren Besitz nachmals an die kriegerischen Römer, die als erstes Volk in großem Maßstabe kolonisierten. Sie legten Militärkolonien in den eroberten Ländern (so in Gallien und Spanien) an, indem sie dort ausgediente Soldaten ansiedelten.

Einen neuen Inhalt bekam der Begriff "Kolonie", als im Zeitalter der Entdeckungen über See gelegene tropische Länder dem Handel und der Kultur Europas neue Güter zuführten: vor allem Gewürze, Kaffee, Kakao, Zucker, Tabak ("Kolonialwaren"), "Südfrüchte usf., als in ihnen reiche Schätze an Gold und Edelgestein entdeckt und billige Menschenkraft, die Negersklaven, erjagt wurden. Es begann ein Wettlauf der seefahrenden Nationen Europas um den Erwerb solcher Überseekolonien. Die Portugiesen und Spanier waren die ersten, die Holländer und Engländer folgten ihnen zunächst. Deutschland war infolge seiner politischen Zerrissenheit die letzte Macht, die — spät erst — Kolonialbesitz in den Tropen erwarb.

Die jüngste Gegenwart hat die Bedeutung von Kolonien noch einmal grundlegend gewandelt. Kolonien in fremden Erdteilen besitzen, heißt einmal, Raum zur Verfügung haben, der, freilich nur wenn die klimatischen Verhältnisse es zulassen, die Ansiedlung von Bauernfamilien aus Europa gestattet; es heißt vor allem aber, über jene Rohstoffe gebieten, die Kultur und Technik heute nicht entbehren können.

Unser wertvoller, ehrlich und friedlich erworbener Kolonialbesitz ist uns unter verlogenen Vorwänden und ehrenrührigen Behauptungen durch das Versailler Diktat geraubt worden. Über den Wert der Kolonien für uns sagte der Führer in seiner Reichstagsrede vom 20. Februar 1938:
"... es ist eine Anmaßung, anzunehmen, daß der liebe Gott die Welt nur für ein oder zwei Völker geschaffen habe. Jedes Volk hat das Recht, sich sein Leben auf dieser Erde sicherzustellen. Das deutsche Volk ist eines der ältesten Kulturvölker Europas. Sein Beitrag zur menschlichen Zivilisation beruht nicht auf einigen Phrasen von Politikern, sondern auf zeitlosen Leistungen, und zwar positiven Leistungen. Es hat genau das gleiche Recht, an der Erschließung dieser Welt teilzuhaben, wie irgend ein anderes Volk."

Sammelbilder dieser Art und mehr kann man bei Köberich erwerben :  Antiquariat Köberich/Verlag Lumdatal

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