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Eugène-Henri-Paul Gauguin 07.06.1848 - 08.05.1903



Paul Gauguin

Paul Gauguin wurde am 7. Juni 1848 in Paris als Sohn eines französischen Journalisten Cloves Gauguin und einer spanischen Mutter Aline Tristan (die Mutter entstammte dem Geschlecht der Borgia von Aragon, aus der mehrere Vizekönige von Peru hervorgingen) geboren. Der Vierjährige fährt mit seiner Mutter auf drei Jahre nach Peru zu Verwandten, der Vater starb auf der Überfahrt, lebte dann ein Jahrzehnt in Orléans, geht zur Marine und ist Bankbeamter in Paris von 1871 - 1883. Da er pünktlich und gewissenhaft war, avancierte er rasch, heiratete 1873 eine hübsche Dänin (Mette Gad), mit ihr hatte er 5 Kinder und lebte jahrelang das sorglose Leben eines höheren Bankangestellten. Er sammelt Bilder der Impressionisten und von Cézanne, beginnt 1875 als Dilettant zu malen, nähert sich Pissarro, der ihn anleitet und stellt 1876 im "Salon" zum erstenmal aus.

Er gibt sein Beruf auf, reist, trennt sich in Kopenhagen von seiner Frau, und seinen Kindern und geht 1886 aufs Land, in die Bretagne, zu einfachen Menschen. Dann besuchte er auf dringendes Bitten van Gogh in Arles, verläßt ihn aber, als er unter Mordverdacht verhaftet werden soll, nachdem man van Gogh blutend aufgefunden hat. In Pont Aven in der Bretagne lebt er mit den Dichtern des Symbolismus zusammen und mit den Malern, die sich gegen den Impressionismus erklärt haben; mit ihnen stellt er in Paris aus und malt auch dort.Gauguin hielt sich zwischen 1886 und 1894 mehrmals in Pont-Aven auf. Allein 1888 malte er 74 Werke und 1889 71 Werke.

1888 war das Jahr in dem der Malstil von Gauguin sich zu dem entwickelte was sein Markenzeichen werden sollte - der Gebrauch kühner, unrealistischer Farben, grosser gleichfarbiger Flächen und die Hinwendung zu mystischen Themen. Das Gemälde Der gelbe Christus ist für diese Periode typisch. Der Einfluss der zweidimensionalen japanischen Kunst ist deutlich sichtbar.

Er wanderte schließlich, von Fernweh und von der Sehnsucht nach einem einfachen, unkomplizierten Leben übermannt, nach Panama aus, wo er am Ziel seiner Träume zu sein glaubte.

Aus Panama vertrieb ihn eine Typhusepidemie, aus Martinique, wo er den Zauber der Tropen mit allen Sinnen aufsog und für seine Kunst nutzbar machte, chronischer Geldmangel. Nach Frankreich zurückgekehrt, bricht er mit dem Impressionismus.

Die Kennzeichen seiner Malerei sind von nun an: lapidar vereinfachte Formen, Farbauftrag in großen Flächen, weitgehende Unabhängigkeit von der Natur. Einige junge Maler, etwa die Mitglieder der Schule von Pont-Aven und der Gruppe der "Nabis", griffen die neuen Lehren begierig auf. In Paris rühmten ihn einige verständnisvolle Kritiker, unter ihnen der große Lyriker Mallarmé, als einen Erneuerer der französischen Malerei.

Der Erlös aus einer Versteigerung seiner Bilder im Jahre 1891 gab ihm die Möglichkeit, seinem Traum von einem paradiesischen Leben in der Südsee nachzujagen. In Mataiea auf Tahiti fand der zivilisationsmüde Maler Frieden. Die Glückliche Zeit, in der er viele unsterbliche Bilder malte, dauerte nicht lange. Das Geld ging aus, er wurde krank und kehrte nach Paris zurück. Er stellte seine Tahiti Bilder aus, und eine Erbschaft schenkte ihm vorübergehend Muße zum ungestörten Schaffen. Er fährt 1895 für immer in die Südsee zurück, erst wieder nach Tahiti, dann nach Dominica (Marquesas). Neue Bilder voller Farbenglut und exotischem Zauber entstanden.

Seinen ersten Aufenthalt schilderte er in dem Buch "Noa-Noa" (Wohlgeruch). Es wird ohne sein Wissen gedruckt. Später, nach seinem Tode, werden seine Aufzeichnungen von den Marquesasinseln in einem zweiten Buch gesammelt. Mit seiner Vorliebe für "primitive" und exotische Kunst entdeckte Gauguin den Holzschnitt als interessante Technik. Nach dem Noa Noa Satz schuf Gauguin seinen grössten Holzschnitt Manao tupapau. Nach der Rückkehr in die Südseee entstanden ungefähr 30 weitere Holzschnitte. Als ihm die Mittel ausgingen, arbeitete er als Schreiber in einem Katasteramt.

Auf der Insel Fatu-Iwa, wo er sich schließlich niederließ, setzte er sich für die Eingeborenen ein, die von den Weißen ausgebeutet wurden. Er legte sich mit den Behörden an und erhielt eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Daß seine Schaffenskraft bis zuletzt ungebrochen war, zeigt das Bild "Contes barbares" aus dem Jahre 1902. Der Zusammenklang von braunen und violetten Tönen gibt dem Bild eine merkwürdige Magie: in ihm liegt der Traum von einem Leben in Reinheit und Poesie beschlossen.

Am 8. Mai 1903 starb er krank an Leib und Seele auf Dominika. Sein Grab findet man auf den Marquesas unter: Altuona Cemetery
Altuona, Hiva-Oa, Iles Marguises, French Polynesia

Der Grabstein ist unter einem Frangipanibaum.



Auf Tahiti befindet sich das Paul Gauguin Museum, das eine außerordentliche Retrospektive und Hommage zum Leben und Werk des berühmten französischen Künstlers beinhaltet. Das Museum besitzt einige Originale aus dem Randwerk (Skulpturen, Radierungen und Gouache-Bilder) des Künstlers, sowie ein großes Philatelie-Zentrum, das unter Sammlern bekannt ist. Das Museum liegt 25 Minuten von Papeete entfernt.

Name: Paul Gauguin Museum
Address: PK 51.2
City: Papeari Village, Tahiti

Auf Martinique befindet sich ebenfalls ein Paul Gauguin Museum - centre d'art Paul Gauguin.

Bei der Suchmaschine Google sind unter Bilder einiges von Paul Gauguin zu finden...........Bilder









Quellen: *Moderne Malerei, Cigaretten Bilderdienst und unsere schönsten Gemälde, Berliner Morgenpost,
Philadelphia Museum of Art, "Post-Impressionist Prints", von rado by jadu 2003


Frauen aus Tahiti am Strand

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