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Neuguinea und Deutsch-Melanesien

Neuguinea, nächst Grönland die größte Insel der Erde, hat mit den der Küste vorgelagerten vielen kleineren Inseln einen Flächeninhalt von 805 500 qkm und wird ringsum vom Großen Ozean und dessen Teilen bespült. Vom Norden her schneidet die Geelvinkbai tief in das Land ein, so daß nur eine schmale Landenge bleibt, durch welche der nordwestliche Teil als Halbinsel mit dem Hauptlande zusammenhängt, und auch diese Halbinsel wird noch wieder durch das Mac Cluergolf in zwei fast getrennte Stücke zerschnitten. Die Nord- und Südküste der Hauptlandes, das sich im wesentlichen von Nordwest nach Südost streckt. An der Nordküste sind nur die Humboldt- und die Astrolabebai zu merken. Am südöstlichen Ende des Hauptlandes buchtet von Süden her der Papuagolf tief und breit in das Land ein, ihm entgegen von der Nordostseite her der Huongolf, so daß auch hier eine Einschnürung entsteht, die sich als schmale, etwa 150 km breite Landzunge nach Südosten weiter hinstreckt und mit dem Südkap endet.

Das die Portugiesen die ersten waren, die schon zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts auf ihren Fahrten von den Molukken aus Neuguinea gesehen und auch besucht haben, liegt auf der Hand. Im Anfang des siebzehnten Jahrhunderts besuchte Tottes die Südküste und entdeckte die Torresstraße, welche Neuguinea von dem australischen Festlande trennt; nach ihm befuhren die Holländer Schouten und Le Maire die Nordküste, auch die Franzosen und Engländer waren als Entdecker in diesen Gewässern mehrfach tätig, aber keine Nation hatte sich auch noch während des ganzen achtzehnten Jahrhunderts dazu aufgeschwungen, Neuguinea in Besitz zu nehmen, man begnügte sich mit der Feststellung seiner Umrisse und suchte ab und zu einzelne Teile des Landes näher zu erforschen. Im übrigen kümmerte man sich um das Land weiter nicht und überließ es z. B. dem kleinen Sultan von Tidore, einer der Molukken, Neuguinea für eine gute Einnahmequelle zu halten, insofern, als er Schiffe aussandte, welche dessen Bewohner auf die unverschämteste Weise brandschatzten, und wenn dieser jährlich eingetriebene Tribut etwa verweigert wurde, so waren Plünderung der Dörfer, Zerstörung der Anpflanzungen, Mord und Menschenraub die unausbleibliche Folge. Diesem Unwesen machten endlich die Holländer ein Ende, indem sie den westlichen Teil von Neuguinea bis zum 141. Grad ö. L. für ihr Eigentum erklärten und dem Sultan von Tidore, der ohnehin ihr Vasall war, das unsaubere Handwerk legten. Wie überall, so ließen es sich die Holländer auch hier angelegen sein, das Land kennen zu lernen, und was man von dem Lande wußte und weiß, das hatte man ihnen vornehmlich zu danken.

Ein hohes Gebirge durchzieht das Land seiner ganzen Länge nach, unter den verschiedensten Namen, im Nordwesten mit dem Arsakgebirge beginnend, im Südosten mit dem Owen Stanleygebirge endend. Das Arsakgebirge steigt bis 2900 m an, das Owen Stanleygebirge mit dem gleichnamigen Berge bis 4025 m, das Charles Louisgebirge im Innern bis 5100 m, ja das Finisterregebirge oder Mana-Boro-Boro im jetzigen deutschen Gebiete erhebt sich im Schopenhauerberg bis zu 6118 m Höhe. Die Gebirge sind mit dichtem Urwalde bedeckt, der indessen, trotz des tropischen Landes und trotz seines tropischen Charakters, nicht die verschlungene Wildheit der Urwälder anderer Tropenländer zeigt. Der Wald ist einförmiger, und in den höheren Regionen tritt er sogar mit einheitlichem Baumbestande auf. Daß die Pflanzenwelt im übrigen echt tropischen Charakter trägt, ist selbstverständlich. Schon wenn man sich in der Torresstraße, deren Passage wegen der unendlich vielen Koralleninseln und Riffe nur mit größter Vorsicht bewerkstelligt werden darf, der Südküste nähert, wird man von den charakteristischen Mangrovenwälder empfangen, die sich an allen Seeküsten innerhalb der Tropen finden, namentlich da, wo die Flüsse an ihren Mündungen Schlamm mit sich führen. Sie werden durch den Wurzelbaum gebildet und gewähren den seltsamsten Anblick, den die Pflanzenwelt bieten kann. Der knotige, gelbbraune Stamm erhebt sich auf einem Gewölbe von Wurzeln, die bei niedrigem Wasserstande mehr als 3 m hoch über den Wasserspiegel herausragen. Gleich zahllosen Brücken spannen sich diese Wurzelbogen über den halbflüssigen Schlammgrund. Aus dem hellgrünen, glänzenden Laubdach senken sich wieder Luftwurzeln in großer Menge herab, welche, sobald sie den Boden erreichen, in dem Schlamm haften und wieder neue Stämme treiben. Ebenso fallen die fleischigen, braunen Früchte bei der Reife nicht ab, wie bei andern Bäumen, sondern beginnen schon am Baume zu keimen; die Samenschalen öffnet sich, der Keim, die Wurzel dringt heraus, wächst und hängt lang herab, bis die Masse durch die eigene Schwere abgebrochen wird und herabfällt, in den Schlamm einsinkt und sogleich fröhlich weiterwächst. Infolge dieser sonderbaren Wachstumsverhältnisse ist es möglich, daß aus einem einzigen Wurzelbaum binnen weniger Jahren ein zusammenhängender Wald entsteht, der mit seinen Wurzelgewölben je nach Ebbe und Flut über oder unter dem Wasser steht, aber ins Land hinein nur soweit gedeiht, als das salzige Meerwasser in die Flußläufe eindringt. Sumpf- und Meerestiere aller Art finden zu Millionen darin ihre Schlumpfwinkel, die Mangrovensümpfe sind aber auch die Herde der gefürchteten tropischen Sumpffieber.

Mangrove
Mangoven
Mangrove
Mangrove

 

Daß die Pflanzenwelt Neuguineas neben den allgemeinen tropischen Pflanzen aber auch eine große Zahl eigenartigen Formen aufweist, ist selbstverständlich. Mehr noch die Tierwelt. Allerdings erscheint Neuguinea in bezug auf ursprüngliche Säugetiere ebenso arm, wie das ganze Australien und Ozeanien überhaupt. Eine Art Schwein war das größte Landtier, welches die Europäer vorfanden, und erst durch unsere europäischen Haustiere wurden die Säugetiere daselbst würdig vertreten. Um so großartiger und formenreicher zeigt sich die Vogelwelt, und unsere zoologischen Gärten sind gerade durch die Vogelarten Neuguineas in ungeahnter Weise bereichert worden. Obenan stehen die prachtvollen Paradiesvögel, welche in mehrere Arten ausschließlich nur in Neuguinea und auf einigen der benachbarten Inseln leben. Dazu kommen Papageien der mannigfachsten Art, Eisvögel mit den glänzenden Farben, sonderbare Tauben, die lieblichen Honigsauger; auch eine Art von Kafuar und die merkwürdigen Wallnister sind hier zu Hause, Vögel nämlich, welche große Haufen von Blättern zusammentragen und da hinein ihre Eier legen, um diese von der Fäulniswärme ausbrüten zu lassen.

Die Zahl der Einwohner Neuguineas wird sehr verschieden angegeben, sie schwankt zwischen 50 000 und 2 Millionen, aber für die Größe des Landes dürfte selbst die letztere Angabe noch verhältnismäßig gering sein. Die Papua von Neuguinea stehen hoch über den Urbewohner des australischen Festlandes, denn sie wohnen nicht allein in regelrecht erbauten Hütten in einer Art von Dorfgemeinschaften, sondern sie bebauen auch den Boden, der ihnen Bananen, Zuckerrohr, Tabak, Yams- und Tarowurzeln in reicher Fülle liefert. Ihre Hütten stehen vielfach auf Pfählen, sind also wirklich Pfahlbauten, wie sie auch in der Vorzeit Europas üblich waren, sei es wegen regelmäßiger Überschwemmungen, oder sei es zum Schutze gegen wilde Tiere oder menschliche Feinde. Ein recht charakteristisches Dorf dieser Art mit pyramidenförmigen Hütten fand man am Humboldthafen, der an der Nordküste noch auf holländischem Gebiete hart an der Grenze des deutschen liegt. Diese Papua verstehen ganz vortreffliche Boote zu bauen, die gegen das Umschlagen auf den Meereswogen durch einen sogenannten Ausleger gesichert sind, das heißt durch einen, in einiger Entfernung von dem Boote schwimmenden Balken, der mit dem Fahrzeug durch Stangen fest verbunden ist. Mit solchen Booten können sie sich den Wogen kühn anvertrauen, viele der Papua bekennen sich zur mohammedanischen Religion, welche schon früh von den Molukken her Eingang gefunden hat.

Gegenwärtig ist Neuguinea zwischen den Niederlanden, England und Deutschland geteilt. Die Holländer kamen zuerst, wie erwähnt, und nahmen den westlichen Teil bis zum 141. Längengrade in Besitz. Von dem Punkte ab, wo dieser Grad den 5. Breitengrad schneidet, geht nun eine zweite Linie südöstlich in der Mitte des östlichen Teiles bis etwa zum 8. Grade der Breite und von hier aus östlich wieder bis zum Meer. Alles Land südlich dieser Linie gehört den Engländern, alles Land nördlich davon aber ist deutsch und bildet das

Kaiser-Wilhelms-Land

Erst im Jahre 1884 war es, daß deutsche Finanzmänner beschlossen, für Handelszwecke in Neuguinea festen Fuß zu fassen, wo die deutschen Handelsinteressen bis dahin von zwei deutschen Handelsfirmen vertreten gewesen waren. Der durch größere Reisen schon rühmlichst bekannte Naturforscher Otto Finsch, welcher 1879 ab die Südsee besucht und gerade Melanesien eingehend durchforscht hatte, wurde von den neugegründeten Neuguinea-Kompagnie 1884 abgeschickt, um das Land behufs der Kolonisation genauer zu untersuchen. Er nahm die in Aussicht genommene Nordostküste auf, entdeckte sieben vortreffliche Häfen, darunter auch den, welcher ihm zu Ehren dann Finschhafen genannt wurde. Fand ferner den riesigen Kaiserin-Augustafluß auf und schloß Verträge wegen Überlassung von Land zur Kolonisation mit den Eingeborenen. Das Resultat war ein so günstiges, daß die Gesellschaft schon im folgenden Jahre einen kaiserlichen Schutzbrief erwirkte und die erste Besiedlung im Finschhafen erfolgte. Die Kompanie ernannte einen Landeshauptmann, an dessen Stelle dann 1899, nachdem das Deutsche Reich die Hoheitsrechte angekauft hatte, ein kaiserlicher Gouverneur. Das ganze Gebiet, wie es oben schon angegeben ist, umfaßt 181 650 qkm mit etwa 110 000 Einwohnern, unter denen (1901) 87 Europäer sich befinden.

Wie es scheint, hat Neuguinea gerade in dem deutschen Gebiete seine höchsten Erhebungen. In dem hart an der Küste aufstrebenden Finisterregebirge oder Mana-Boro-Boro werden der Cromwellberg mit 2350, der Stoschberg mit 2737, der Kantberg mit 5725 und der Schopenhauerberg gar mit 6118 m Höhe angegeben. Das tiefer im Innern liegende Bismarckgebirge ist noch so gut wie unbekannt. Nur in der Nähe der Flüsse an den Küsten findet sich Tiefland, aber Deutsch-Neuguinea hat offenbar auch die größten Flüsse des Landes, denn der Kaiserin-Augustafluß und der Ramu sind mit Dampfern weit hinauf befahrbar. Die Haupthäfen sind Friedrich-Wilhelmshafen, Berlinhafen und Konstantinhafen. Die Ausfuhr erstreckt sich auf Tabak, Kopra, Baumwolle, Holz, Trepang, Perlmutterschalen, Schildpatt. Seit 1893 hat der Norddeutsche Lloyd eine regelmäßige Dampfverbindung zwischen Deutsch-Neuguinea und Singapore in Hinterindien eingerichtet.

Reisen in das Innere sind mit denselben, wenn nicht mit noch größeren Schwierigkeiten verknüpft, als Reisen in das Innere Afrikas. Hart hinter der Küste schon steigen die Gebirge so schroff empor, daß sie bereits in wenigen Kilometern Luftlinie 1000 und 2000 m erreichen. Weiter im Innern türmen sich die Ketten sehr viel höher empor, und das noch fast ganz unbekannte innere Hauptgebirge, das den Rumpf Neuguineas wie ein Rückgrat durchläuft, erhebt sich sicherlich weit über Alpenhöhe. Und fast alle diese Gebirgsketten bauen sich mit steilsten Böschungen auf, schmale, messerscharfe Rücken auf ihren Höhen bildend. Dazu kommt die fast ungeheuerlich zu nennende Üppigkeit des Waldwuchses hier unter der Tropensonne. Kein Fuß breit des Bodens, buchstäblich genommen, ist frei von Pflanzenwuchs, und dieser Urwald, der fast überall unmittelbar an der Küste einsetzt, überzieht die ganze Insel so völlig, daß, wie man gesagt hat, das Beutelkängeruh von einem Ende Neuguineas zum andern wandern könnte, ohne den Boden zu berühren. Und dieser Urwald ist so schwer zu durchdringen, daß meist unmittelbar an seiner Grenze schon das Unbekannte anfängt. Mit dem Buschmesser muß jeder Schritt in ihm erkämpft werden, und vielfach macht die seltsame, kriechende Rotangpalme, mit ihren scharfdornigen Ranken das Unterholz unauflöslich verfilzend, den Durchgang überhaupt unmöglich. Wie der Eskimo die unnahbaren Einöden des grönländischen Inlandeises, wie der Bewohner der Oasen Zentralasiens die todbringenden Sandflächen der Tarimwüste für den Aufenthalt der bösen Geister hält, so knüpft der Papua Neuguineas den gleichen Aberglauben an das Innere dieses Urwaldes. Infolgedessen ist das Binnenland auch völlig unbewohnt, nur an der Küste und in einigen Flußtälern hausen Eingeborene.

An der Küste von Deutsch-Neuguinea liegen auch noch zahlreiche kleine Inseln, die als Dependenzen zu dem Bezirk zu betrachten sind. Als die größeren davon nennen wir die Le Maire- oder Schouten- Inseln, Vulkan-, Dampier-, Rich-, Long- und Rook- Insel, von denen die beiden letzteren aber schon zum folgenden Verwaltungsbezirk gehören.

Dieser umfaßt den östlich von Neuguinea liegenden

Bismarck-Archipel

welcher aus den beiden Hauptinseln Neupommern und Neumecklenburg besteht; es sind dieselben Inseln, welche schon Le Maire und Schouten auf ihrer Reise 1616 sahen, und die dann später von Dampier die Namen Neubritannien und Neuirland erhielten. Die beiden Inseln bilden ein von Westen noch Osten streichendes, dann sich nach Norden und Nordwesten umbiegendes Hufeisen; als westliche Fortsetzung schließen sich daran dann Neuhannover und die Gruppe der Admiralitäts-Inseln. Innerhalb des Hufeisens liegen die kleineren Inseln Sandwich, Neulauenburg und die French-Inseln, außerhalb die St. Matthias-, Gardner-, Gerrit Denys-, Charles Hardy-Inseln und viele noch kleinere Eilande und Klippen. Neupommern oder das ehemalige Neubritannien wird von Neuguinea durch die 90 km breite Dampierstraße getrennt, benannt nach ihrem Entdecker Dampier, welcher damit feststellte, das diese Inseln nicht mit Neuguinea zusammenhängen; Neumecklenburg und Neupommern werden durch den St. Georgkanal geschieden und Neuhannover von Neumecklenburg durch die Byronstraße. Neulauenburg oder Miko, bemerkenswert als die älteste europäische Ansiedlung in diesem westlichen Teile des Großen Ozeans, liegt im St. Georgskanal

Der Bismarck-Archipel hat einen Flächeninhalt von 47 100 qkm, seine gesamte Einwohnerschaft wird auf ungefähr 180 000 Seelen geschätzt, darunter (1900) 200 Europäer. Die Inseln sind gebirgiger Natur, mit erloschenen und tätigen Vulkanen, stark bewaldet, gut bewässert und sehr fruchtbar. Ihre Natur unterscheidet sich nicht von der Neuguineas. Die Bewohner sind ebenfalls Papua, die den meisten Ansiedlern im großen und ganzen noch immer feindlich gesinnt sind. Graf Pfeil sagt von ihnen: Kleidung trägt unser neupommerischer Landsmann gar nicht, dafür aber unsere neupommerische Landsmännin -- ebenso wenig. Höchstens wird durch eine um die Leibesmitte laufende Schnur bisweilen ein kleines Büschel Blätter gesteckt, die dann vorn herabhängen; die Männer befestigen aromatisch duftende Kräuter an ihrem Halsband, so daß sie auf den Nacken niederhängen. Die Waffen sind Keulen, Schleudern, Speere, Bogen und Pfeile. Im Bau der Boote zeigen sie eine außerordentliche Geschicklichkeit, diese Boote sind bis 30 m lang und werden durch Ruder sehr schnell bewegt. Bewundernswert ist das Schnitzwerk an diesen Booten, um so mehr, da das Handwerkszeug für solche Arbeiten nur Steine und Muscheln sind.
Zu demselben Bezirk gehören auch noch

die deutschen Salomon-Inseln

nämlich die große Insel Bougainville nebst der ihr nordwestlich vorgelagerten kleineren Insel Buka und viele kleinen Eilanden und Riffen, zusammen rund 10 000 qkm umfassend. Die übrigen Salomon-Inseln gehören zum englischen Besitz. Die Urbewohner werden als die verwegensten und kriegslustigsten Melanesier geschildert, deren Raubzüge vornehmlich der Gewinnung von Menschenfleisch wegen unternommen zu werden scheinen. Noch 1872 sah Kapitän Simpson an der Hütte eines Häuptlings fünfundzwanzig Köpfe von Feinden angenagelt, die wenige Wochen vorher verspeist worden waren.

Zweifellos wird noch geraume Zeit vergehen, ehe diese wilden Stämme für die Zivilisation gewonnen sein werden, und es ist wohl noch sehr die Frage, ob dies überhaupt möglich oder ihnen das Schicksal beschieden sein wird, das schon so viele wilden Volksstämme betroffen, daß sie von der Kultur immer weiter zurückgedrängt werden, bis sie schließlich aussterben. So lange ihr jetziger Zustand dauert und unaufhörlich Gefahr von ihren Überfällen droht, ist aber an eine friedliche Kolonisationsarbeit nicht zu denken.

Die vorstehend angeführten deutschen Kolonien und Schutzgebiete bilden das Gouvernement Deutsch-Neuguinea im engeren Sinne. Der Sitz des Gouverneurs ist die Kolonie Herbertshöhe am Eingang der Blanchebai auf der, die nordöstliche Spitze von Neupommern bildenden Gazellen-Halbinsel.

Quelle: Länder- und Völkerkunde von Gustav A. Ritter, Verlagsdruckerei Merkur 1904, von rado jadu 2000

Bougainville, Louis-Antoine de
Schouten, Cornelis Willem van (Corneliszoon, Willem)
Papua Neuguinea
Papua New Guinea Online
DSE

Österreichisch- Südpazifische Gesellschaft

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