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Umschau in fernen Landen

Die Salomoninsulaner in der Südsee sind heute noch arge Menschenfresser, sie haben aber auch ihre menschliche guten Seiten, die jetzt in einem sehr schätzbaren Berichts des auf der Insel San Christoval stationierten katholischen Missionars L. Berguet hervorgehoben werden. Die Eltern, sagt er, lieben außerordentlich ihre Kinder; sie machen es nicht wie andere Naturvölker, daß sie sich derselben durch Mord entledigen. Vater und Mutter teilen sich gleichmäßig in die Sorge um ihre Sprößlinge. Die Töchter werden stets von den Müttern begleitet, wie die Väter stolz darauf sind, immer ihre Söhne um sich zu haben. Sie machen ihnen Arm- und Halsbänder und geben ihnen kleine Lanzen als Spielzeug und erziehen sie, so gut sie können.

Abbé Berguet erzählt, daß nichts so sehr diese Insulaner interessiert habe als eine Feurspritze, die man dort nicht etwa zum Zerstreuen der Menge benutzen könne, denn diese würde durch das wunderbare Schauspiel nur angezogen. Von weit her kamen die Schwarzen, um die "Wasserflinte" zu sehen. Die Peitsche nannten sie "Bindfadenflinte". Unsere Haustiere machten auf sie den Eindruck, wie Elefanten oder Giraffen auf einen europäischen Bauer, und von einer Kuh, die ihren Stall verließ, fürchteten sie sich wie vor einem Löwen, der seinen Käfig verläßt.

Quelle; Daheim Beilage 1886, von rado jadu 2001





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